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09.02.2010
 

Atomstreit

Obama droht Iran mit umfassenden Sanktionen

US-Präsident Obama: "Der nächste Schritt sind Sanktionen"Zur Großansicht
REUTERS

US-Präsident Obama: "Der nächste Schritt sind Sanktionen"

Die USA drohen nach der Verschärfung im Atomstreit Teheran mit einer scharfen Antwort. Präsident Barack Obama kündigte als Reaktion auf das Hochfahren der Urananreicherung einen "bedeutenden Umfang von Sanktionen" an. Die EU zeigt sich über Irans Vorgehen besorgt.

Washington/Brüssel - US-Präsident Barack Obama droht Iran mit umfassenden Sanktionen. Falls Teheran im Atomstreit nicht nachgebe, plane Washington einen "bedeutenden Umfang von Sanktionen". Dabei seien Schritte im UN-Sicherheitsrat nur ein Aspekt, sagte Obama in Washington. Einzelheiten nannte er allerdings nicht.

"Der nächste Schritt sind Sanktionen", sagte Obama am Dienstag vor Journalisten. Er machte klar, dass er eine Entscheidung innerhalb der nächsten Wochen erwarte. Allerdings "ist die Tür noch offen" für einen Kurswechsel Teherans.

Er sei zuversichtlich, dass die internationale Gemeinschaft Einigkeit zeigen werde. Ausdrücklich äußerte sich Obama lobend über die Haltung Moskaus. Wie sich China in dem Streit verhalten wird, werde sich zeigen.

Obama reagierte darauf, dass Iran ungeachtet aller internationalen Proteste die Urananreicherung hochgefahren hat. Die Anreicherung auf 20 Prozent habe in der Atomanlage Natans begonnen, sagte der Leiter der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi. Der Schritt war am Sonntag von Präsident Mahmud Ahmadinedschad angeordnet worden.

Die Anreicherung rief derweil bei der Europäischen Union Besorgnis hervor. "Dies vergrößert den Mangel an Vertrauen in das iranische Nuklearprogramm", heißt es in einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton vom Dienstag in Brüssel. Die EU sei bereit, die "notwendigen Schritte zur Begleitung des Vorgehens des UN-Sicherheitsrats zu unternehmen". Damit sind Sanktionen gegen Iran gemeint.

In der Erklärung wird die iranische "Ablehnung ernsthafter Gespräche" über das Atomprogramm erneut bedauert. Die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent bedeute noch nicht, dass dem Teheraner Forschungsreaktor damit auch der nötige Brennstoff zur Verfügung stehe. Dazu seien weitere Anlagen nötig, zu denen Iran vermutlich entweder das technische Wissen oder aber die entsprechenden Lizenzen fehlten. Die EU könne nach wie vor nicht verstehen, warum Iran das Angebot der Internationalen Atomenergiebehörde zur Anreicherung von Uran im Ausland nicht angenommen habe.

luk/dpa

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23.02.2010 von Michael Schnarch:

Das Geschäft wird derzeit nicht realisiert. Weder steht die Finanzierung noch will Österreich Konflikte mit den USA. mehr...

23.02.2010 von thesprotios: USA neue Fronten für den Weltfrieden

Das szenario ist schon längst auf Papier gedruckt meine Damen und Herren mit einem Militär Schlag der USA is in den Kommenden Jahren zu rechnen deshalb beeilt sich Iran mit der anreicherung der gantze Prozess geht darauf hinaus.. [...] mehr...

23.02.2010 von guylux: Österreich

Aber , aber , Herr Schnarch , das ist doch Peanuts gegenüber dem Riesenprojekt Österreichs ( 22 Billionen Euro ) mit dem Iran zwecks Öl-und Gasförderung . mehr...

23.02.2010 von Michael Schnarch:

Wer auf dem Misthaufen der eigenen unsäglich furchtbaren Geschichte sitzt, sollte bei der Beurteilung der Geschichte anderer Völker weniger arrogant sein. mehr...

23.02.2010 von Ben Yona Franklin:

Obama hat es verstanden ; es gibt nur eine Alternative fuer seine Presidentschaft.... "The United States warned Iran on Tuesday that "time and patience is running out" with its nuclear program, saying Tehran had [...] mehr...

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Uran und Atomwaffen

Uran

Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.

Anreicherung

Einsatz in Atomwaffen


Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

Geschichte

Sanktionen

Nahost

Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung





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