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10.02.2010
 

Nukleare Abrüstung

Verhandlungen zwischen Russland und USA stocken

Staatschefs Obama und Medwedew: Schnelle Einigung ist nicht in SichtZur Großansicht
REUTERS

Staatschefs Obama und Medwedew: Schnelle Einigung ist nicht in Sicht

Bei den Verhandlungen zwischen Russland und den USA über atomare Abrüstung ist keine schnelle Einigung in Sicht. Denn Moskau sieht sich durch ein geplantes Raketenabwehrsystem der Amerikaner in Europa bedroht. Die US-Regierung dagegen hält nur Detailfragen für nicht geklärt.

Washington - US-Präsident Barack Obama hatte noch im Dezember eine schnelle Einigung über ein neues Abkommen zur Begrenzung der strategischen Atomwaffen angekündigt. Der Abrüstungsvertrag rückt aber in weite Ferne. Denn Russland will ihn nur unterschreiben, wenn die USA auf ein in Rumänien geplantes Raketenschild verzichten.

Die Abwehrraketen seien klar gegen Russland gerichtet, sagte Moskaus Generalstabschefs Nikolai Makarow. Darum sei der Abrüstungsvertrag noch nicht unterzeichnet worden. "Das ist einfach nicht wahr", widersprach dagegen der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, dieser Darstellung. Bei den Verhandlungen zur nuklearen Abrüstung gehe es um andere Detailfragen.

Das US-Verteidigungsministerium beteuerte, dass die geplanten Abwehrraketen in Rumänien nur zur Abwehr von potentiellen Raketenangriffen aus Staaten wie dem Iran gedacht seien.

Im Dezember war das 1991 geschlossene Start-1-Abkommen zwischen Russland und den USA zur Verringerung strategischer offensiver Waffen abgelaufen. Mit dem geplanten Folgevertrag soll die Zahl der Atomsprengköpfe, Trägerraketen, U-Boote und Langstreckenbomber weiter verringert werden.

Allerdings hatten die Raketenabwehrpläne der USA in Mitteleuropa bereits frühere Abrüstungsgespräche ins Stocken gebracht. US-Präsident Obama hatte die von seinem Vorgänger George W. Bush forcierten Raketen-Pläne in Polen und Tschechien schließlich aufgegeben und damit auch den Weg für einen Start-I-Nachfolgevertrag freigemacht.

mmq/dpa/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
11.02.2010 von family: Man muss es Russland verkaufen, nicht aufzwingen.

Will man Russland als militaerische Alianz gegen Iran gewinnen, kann man Russland nicht ueberzeugen, indem man ihnen einen Raketenschirm vor die Nase setzt und sagt: "Wir bauen dies um uns vor den Langstreckenraketen dess [...] mehr...

10.02.2010 von hessebub: Abwehrraketen in Rumänien wegen Iran ?

für wie dumm halten die Amerikaner den rest von der Welt. Es macht doch überhaupt keinen Sinn ich habe das Gefühl dass der Obama letztlich die selbe vorgehensweise von Bush verfolgt . mehr...

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Atom-Abrüstung: Die Verträge der USA und Russlands

Start I

In den Start-Abkommen haben Russland und die USA eine nukleare Abrüstung vereinbart. Die Abkürzung Start steht für Strategic Arms Reduction Treaty (Vertrag zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen).

Der Start-I-Vertrag wurde 1991 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossen. Nach der allseitigen Ratifizierung trat er im Dezember 1994 in Kraft. Die Vertragsparteien vereinbarten, die Bestände der weitreichenden Systeme (über 5000 Kilometer) um durchschnittlich 25 bis 30 Prozent zu verringern - auf etwa 8500 amerikanische und rund 7000 sowjetische Sprengköpfe. Der Vertrag ist am 5. Dezember 2009 ausgelaufen.

Start II

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Start III







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