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11.02.2010
 

Bankdaten

EU-Parlament kippt Swift-Abkommen

EU-Parlament: Nein zum Bankdatenabkommen mit den USAZur Großansicht
REUTERS

EU-Parlament: Nein zum Bankdatenabkommen mit den USA

Das umstrittene Bankdatenabkommen der EU mit den USA ist ungültig: Das EU-Parlament hat die am 1. Februar in Kraft getretene Vereinbarung mit großer Mehrheit abgelehnt - die Abgeordneten riskieren einen heftigen Streit mit der Regierung von US-Präsident Obama.

Straßburg - Es ist ein deutliches Nein zur Datenschnüffelei: Das Europaparlament hat das umstrittene Swift-Abkommen über die Weitergabe von EU-Bankdaten an die USA gestoppt. Mit 378 zu 196 Stimmen lehnten die Abgeordneten am Donnerstag die Vereinbarung ab. Damit ist das bereits vom EU-Ministerrat und den USA unterzeichnete Abkommen ungültig. Die Abgeordneten schlagen vor, eine neue Vereinbarung auszuhandeln.

Der Vertrag war bereits am 1. Februar vorübergehend in Kraft getreten. Die Vereinbarung sollte US-Terrorfahndern Zugriff auf die Bankdaten von Millionen europäischen Bürgern geben.

Beim Swift-Abkommen geht es um den Transfer von Bankdaten an die USA. Es bezieht sich auf Überweisungen ins nicht-europäische Ausland wie USA, Asien und und Afrika, nicht aber auf Transaktionen innerhalb der Europäischen Union. Swift verarbeitet pro Tag rund 15 Millionen Banküberweisungen zwischen etwa 8000 Banken weltweit. Zwar beteuern die USA, nur bei konkretem Terrorverdacht den Pool anzuzapfen. Kritikern dagegen sind die Möglichkeiten der Kontrolle und Klage gegen Missbrauch zu gering.

Die Swift-Daten sind seit dem 11. September 2001 eine beliebte Informationsquelle für Terrorfahnder. Angaben wie Name, Betrag und Empfänger werden an die Ermittler in den USA weitergeleitet. Zu den Erfolgen zählen die USA Erkenntnisse über die Sauerland-Gruppe und Terrororganisationen in Großbritannien.

Seit Januar aber können die Amerikaner nicht mehr auf die Informationen zugreifen, weil der Betreiber, der Finanzdienstleister Swift (Society of Worldwide Interbank Financial Telecommunication) mit Sitz in Belgien, die Server in die Schweiz und in die Niederlande verlegt hat. Zuvor wurden die Daten in den Vereinigten Staaten gespeichert. Das Abkommen sollte Washington wieder Zugang zu den Daten erlauben - bis Oktober. In der Zeit sollte ein endgültiges Abkommen verhandelt werden. Wegen des Veto des europäischen Parlaments müssen US-Behörden nun in jedem Einzelfall einen Antrag bei Swift in Belgien stellen.

Aber auch bisher wurde das Abkommen nach Angaben von Swift nicht angewendet. Das Unternehmen habe ohne Zustimmung des Parlaments keine Daten übermitteln wollen, sagte ein Sprecher.

hen/sef/dpa/apn/Reuters

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10.03.2011 von frank_lloyd_right: und jetzt kontrollieren sie ja auch

die frankfurter boerse - die usas sind dabei, ihr imperium physisch zu verlieren, wollen es durch internetkontrolle (internet ohne usa ist ja icht moeglich - und das stoert scheints keinen) und finanzkontrolle behalten. [...] mehr...

10.03.2011 von JürgenWerner: Offenbar

sind Sie nicht mit der Sachlage vertraut. Es geht nicht um Zahlungen in die USA, da haben US-Behörden sicher auf manchem legalen und illegalen Weg, wen kratzt das da schon, Zugang. Es geht um Zahlngen innerhalb der EU, wenn [...] mehr...

10.03.2011 von distributer: Wire Transfer

ich hatte mir im Januar ein Laptop aus den USA bestellt (zwei Monate Wartezeit, weil Intel ihre Sandy Bridge Chips zurueckrief). Als ich die Ueberweisung gemacht hatte (meine Visa-Karte ist bei Paypal gebannt, weil ich meinen [...] mehr...

10.03.2011 von Bollerwuddn: War doch zu erwarten - oder ?

POlitiker sind Hauptteil der Probleme, nicht deren Lösung ! Ich bin mir da völlig sicher: Viele dieser Bankdaten werden zum ökonomischen Informationsvorsprung, zur Eigenbevorteilung missbraucht - im Namen einer [...] mehr...

10.03.2011 von rama-6: Datenschutz?

Deutschland gibt alle seine Daten über Auslandsrentner an die USA weiter! Rentennummer,Wohnanschrift,Bankverbindung und Höhe der Rente! Das ist eigentlich verboten nach § 35 des SGB I. Aber das kümmert weder die [...] mehr...

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Swift-Abkommen: Die wichtigsten Fragen

Um welche Daten geht es?

Bei den Plänen geht es um Daten, die der Finanzdienstleister Swift (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) mit Sitz in Belgien verwaltet. Swift wickelt täglich rund 15 Millionen Transaktionen zwischen mehr als 8300 Banken weltweit ab. Darunter sind auch Standardüberweisungen in der EU. Bankkunden kennen den Dienstleister von dem SWIFT/BIC-Code, der die internationale Bankleitzahl kennzeichnet. Seit Januar jedoch können die USA nicht mehr auf die Daten zugreifen, weil der Betreiber die Server in die Schweiz verlegt hat.

Wer ist im Visier der Fahnder?

Was können Bürger zum Schutz ihrer Daten tun?

Werden Bankdaten zum ersten Mal ausgespäht?

Was bringen die Bankdaten den Terrorfahndern?

Wie lange soll das Abkommen mit den USA gelten?

Die Kritik der Datenschützer an SWIFT

USA-Bezug fehlt

Die vorgesehene Weitergabe der Bankdaten aus Europa an die USA wäre ohne Beispiel. Denn, so Datenschützer Peter Schaar: "Die hier weitergegebenen Informationen haben ganz überwiegend keinen Bezug zu den USA. Es handelt sich nicht um Daten von US-Bürgern und auch nicht um Transaktionen in die oder aus den Vereinigten Staaten." Betroffen wären zum großen Teil rein innereuropäische oder sogar innerstaatliche Überweisungen.

Masse

US-Kontrolle über Daten

Keine unabhängige US-Kontrolle

Bisherige Rechtshilfe-Abkommen genügen






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