Sie veröffentlichten die Namen von sieben Tatverdächtigen, die mit den Identitäten von echten in Israel lebenden Einwanderern übereinstimmten. Alle namentlich Betroffenen erklärten, ihre Daten seien ohne ihr Wissen verwendet worden. Die Fotos auf den von der Polizei in Dubai veröffentlichten gefälschten Pässen aus verschiedenen Staaten stimmten Berichten zufolge nicht mit denen der Inhaber des Originals überein.
Die Polizei fahndet wegen des Anschlags im Januar in einem Luxushotel in Dubai nach insgesamt 26 Verdächtigen. Vergangene Woche hatte die Polizei bekanntgegeben, dass sie nach elf Personen fahnde, die aus sechs europäischen Städten sowie aus Hongkong eingereist waren. Alle Gesuchten verwendeten westliche Pässe, darunter auch einen deutschen Ausweis.
Am Donnerstag teilte das Außenministerium in Paris mit, die drei verwendeten französische Reisepässe seien "offensichtlich gefälscht" worden. Ein Pass war demnach auf einen gewissen Peter Elvinger ausgestellt, der aber gar nicht existiert.
Der Hamas-Führer Mabhuh war am 19. Januar in einem Hotel in Dubai vermutlich mit einem Kissen erstickt worden. Er galt als Drahtzieher des Waffenschmuggels in den von der radikalislamischen Hamas beherrschten Gaza-Streifen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der israelische Geheimdienst Mossad hinter dem Attentat steckt.
Australien bestellt Botschafter ein
Drei der neuen Tatverdächtigen reisten mit australischen Pässen. Der israelische Botschafter in Canberra wurde einbestellt. Australiens Außenminister Stephen Smith sagte, er habe den israelischen Botschafter Juval Rotem am Donnerstag um eine Erklärung gebeten. Dabei habe er deutlich gemacht, dass Australien es "nicht als freundlichen Akt betrachten" würde, wenn sich herausstellen sollte, dass israelische Offizielle den Einsatz australischer Pässe bei dem Mord gefördert oder geduldet hätten. Die israelischen Behörden müssten bei der Untersuchung der Vorwürfe "vollständig und transparent" mit der australischen Polizei zusammenarbeiten, forderte Smith.
Auch Premierminister Kevin Rudd zeigte sich alarmiert. "Wir werden dieser Sache auf den Grund gehen", sagte er. Sollten australische Pässe benutzt oder gefälscht worden sein, gebe dies "Anlass zu tiefster Sorge".
Großbritannien und Irland hatten ebenfalls den israelischen Botschafter einbestellt, das Auswärtige Amt in Berlin sowie das französische Außenministerium baten Israel um Informationen. Auch die Europäische Union verlangte Aufklärung.
kgp/dpa/apn/AFP
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