Kandahar - Angriff auf einen Nato-Konvoi: Der Attentäter habe sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug im Distrikt Daman in den Konvoi gesteuert, sagte Kandahars Vize-Polizeichef Fasel Ahmad Schersad. Zu dem Anschlag sei es in der Nähe des Flughafens gekommen, auf dem die Nato-geführte Internationale Schutztruppe Isaf ihre zweitgrößte Militärbasis in Afghanistan unterhält.
Ein Isaf-Sprecher bestätigte, dass ein Soldat ums Leben gekommen sei, machte aber keine Angaben zu dessen Nationalität. Das Innenministerium teilte mit, "vier unserer unschuldigen Zivilisten" seien getötet worden, ein weiterer Zivilist sei verletzt worden. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Taliban haben in den vergangenen Jahren etliche Selbstmordanschläge verübt.
Gewalt auch in Pakistan: Aufständische haben einen Nachschub-Konvoi für die Nato-Truppen im benachbarten Afghanistan angegriffen. Dabei sei ein Tankwagen mit Benzin explodiert, teilte ein Polizeisprecher in Peschawar im Nordwesten des Landes mit. Die Angreifer hätten den Konvoi in der Nähe der Stadt mit Raketen und Gewehren angegriffen. "Durch den Angriff gab es ein großes Feuer und einer der Tanklaster explodierte." Der Fahrer habe sich retten können, der Beifahrer sei aber verletzt worden, sagte der Polizeisprecher.
Anschließend lieferten sich pakistanische Sicherheitskräfte etwa eine Stunde lang ein Feuergefecht mit den Angreifern, wie ein weiterer Polizeisprecher sagte. Dabei sei ein Gegner getötet worden. Über die Identität der Angreifer konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Es wurden aber Islamisten hinter der Aktion vermutet. Kämpfer der radikalislamischen Taliban und der Gruppe Lashkar-i-Islam haben in der Vergangenheit immer wieder Nachschub-Konvois für die Nato-Truppen angegriffen. Etwa 80 Prozent des Nachschubs für die internationalen Truppen in Afghanistan erfolgt durch Pakistan.
Am vergangenen Freitag hatte eine Serie von Anschlägen Afghanistans Hauptstadt Kabul erschüttert. 17 Menschen kamen ums Leben, als sich zwei Selbstmordattentäter in der Nähe von zwei Hotels in die Luft sprengten.
anr/dpa/Reuters/AFP
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