Seoul - Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il hat sich überraschend im Fernsehen zeigen lassen. Der Staatssender zeigte Filmaufnahmen des Diktators bei einer Massenveranstaltung zur Wiedereröffnung einer Textilfabrik in Hamhung. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Gerüchte über eine schwere Erkrankung Ils gegeben. Wie zum Gegenbeweis zeigte er sich nun der Öffentlichkeit.
Mit Parka, Pelzhut und Sonnenbrille klatschte Kim in die Hände und winkte einer Menschenmenge zu. Die auf einem Platz versammelten Menschen hielten rote Papierblumen hoch. Flankiert wurde Kim von der Nummer zwei des staatlichen Apparats, Kim Yong Nam. Gewöhnlich geben die staatlichen Stellen von Besuchen des Staatschefs nur Fotos frei. Mit dem Auftritt will das Regime offenbar Entschlossenheit im Kampf gegen Versorgungsmängel demonstrieren.
Der Auftritt des 68-Jährigen fällt zusammen mit neuen Warnungen an Südkorea. Vor dem jährlichen Militärmanöver der im Nachbarland stationierten US-Streitkräfte hat Nordkorea erneut mit einem Atomangriff sowie nuklearer Aufrüstung gedroht. "Die Militärübung kommt einem Atomwaffenspiel gleich", zitierte die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA einen ranghohen Militär des kommunistischen Landes. "Wir, Nordkorea, werden unser nukleares Abschreckungspotential zur Selbstverteidigung verstärken."
An den Truppenübungen vom 8. bis 18. März nehmen rund 10.000 in Südkorea stationierte US-Soldaten teil. Zusätzlich sollen 8000 US-Soldaten nach Südkorea eingeflogen werden. Solange diese Manöver weitergingen, seien Gespräche mit den USA und Südkorea bedeutungslos, erklärte der nordkoreanische Militärvertreter. Das Manöver ist nach Angaben beider Bündnispartner ausschließlich "verteidigungsorientiert". Nordkorea hat in der Vergangenheit die gemeinsamen Übungen regelmäßig als Angriffsvorbereitung kritisiert.
Derzeit gibt es diplomatische Bemühungen, die Sechs-Länder-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms wiederzubeleben. Der chinesische Beauftragte im Atomstreit mit Nordkorea, Wu Dawei, hatte zwar am Freitag in Peking erklärt, Nordkorea wolle noch vor Juli an den Verhandlungstisch zurückkehren. Ein fester Termin ist dennoch weiterhin nicht in Sicht. Nordkorea hatte die seit 2003 laufenden Atomgespräche, an denen neben den Südkorea, den USA und China noch Russland und Japan teilnehmen, vor gut einem Jahr abgebrochen.
ore/dpa/apn
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Stimmt, aber die haben nicht diese Machtfülle. mehr...
Na, dann geh´n Sie in Deutschland mal vor´s Haus, auf die Straße. Da gibt es viele alte Leute... mehr...
das ist Karl Lagerfeld ! mehr...
Man darf eines nicht vergessen: der Mann ist gefährlich, weil er alt ist. Der hat kaum etwas zu verlieren. mehr...
Wenn es beim Beraten bleibt wird wohl Kim Jong Il auch siegen... mehr...
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