Jakarta - In Indonesien haben Anti-Terror-Einheiten bei einer Razzia außerhalb von Jakarta einen Mann getötet, bei dem es sich möglicherweise um eines der meist gesuchten Mitglieder der Extremistenorganisation Jemaah Islamiah handelt. Ein Polizist sagte im Fernsehen, dass es sich um den gesuchten Bombenbauer Dulmatin handeln könnte. Er wird wegen der 2002 verübten Terroranschläge auf Bali gesucht. Offiziell äußerte sich die Polizei dazu nicht.
Der Chef der Anti-Terror-Polizei, Tito Karnavian, bestätigte, dass ein "großer Fisch" getötet worden sei. Er habe Verbindungen zu einer militanten Gruppe in der Provinz Aceh im Norden der Insel Sumatra gehabt. Dulmatin wird beschuldigt, Jemaah Islamiah bei der Planung und Ausführung der Anschläge auf der indonesischen Ferieninsel Bali im Oktober 2002 unterstützt zu haben. Dabei waren insgesamt 202 Menschen getötet worden, unter ihnen auch sechs Deutsche und zahlreiche andere ausländische Touristen.
Augenzeugen berichteten, sie hätten nach einer Schießerei in der Ortschaft Pamulang einen Krankenwagen mit einem Leichensack wegfahren sehen. Es habe zwei Festnahmen gegeben.
Jemaah Islamiah kämpft für die Errichtung eines Gottesstaates in den muslimischen Ländern Südostasiens. Indonesien ist weltweit das Land mit den meisten muslimischen Staatsangehörigen.
anr/AFP/dpa
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