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11.03.2010
 

Einsatz in Afghanistan

US-Abgeordnete lehnen vorzeitigen Abzug ab

US-Soldat in Afghanistan: Kein frühzeitiger Abzug vom HindukuschZur Großansicht
AP

US-Soldat in Afghanistan: Kein frühzeitiger Abzug vom Hindukusch

Das Nein im Repräsentantenhaus war deutlich: Die US-Truppen werden nicht vorzeitig aus Afghanistan abziehen. Doch die Abstimmung hat gezeigt, wie tief die Verwerfungen innerhalb der Demokraten sind, denn von Obamas Parteifreunden stimmten etliche für den Antrag - und gegen den Präsidenten.

Washington - Das US-Repräsentantenhaus hat mit großer Mehrheit den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan abgelehnt. 356 Abgeordnete stimmten am Mittwoch gegen eine entsprechende Resolution des Demokraten Dennis Kucinich, 65 unterstützten das Anliegen - die meisten von ihnen Demokraten. Die Debatte dauerte dreieinhalb Stunden. Mehrere Parlamentarier der Demokraten äußerten sich kritisch zum Krieg, lehnten den Antrag aber dennoch ab, da er zur Unzeit komme und unrealistisch sei.

Die Resolution forderte Obama auf, 30 Tagen nach ihrer Annahme die Truppen abzuziehen, spätestens aber bis Ende Dezember. Die Zustimmung von Vertretern des linken Flügels der Demokraten zeigt die Zerrissenheit der Partei Obamas in der Frage.

Mit der Resolution hatten erstmals Vertreter der demokratischen Mehrheit im Kongress das US-Engagement in Afghanistan in Frage gestellt, seit Obama die Entsendung von 30.000 zusätzlichen Soldaten an den Hindukusch angeordnet hat und eine Offensive gegen die Taliban in der Provinz Helmand gestartet wurde. Die Befürworter des Beschlusses hatten argumentiert, dass es an der Zeit sei, den bereits mehr als acht Jahre andauernden und kostspieligen Krieg zu überdenken, der bereits rund 1000 US-Soldaten das Leben gekostet hat. Obama hat angekündigt, voraussichtlich ab Mitte 2011 mit dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan beginnen zu wollen.

Nach einer Umfrage des Nachrichtensenders CNN vom Januar sind 52 Prozent der US-Bürger gegen den Afghanistan-Einsatz, 47 sind dafür. 61 Prozent unterstützen Obamas Entscheidung, zusätzlich 30.000 Soldaten an den Hindukusch zu entsenden.

ffr/AFP/apn/Reuters

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12.04.2010 von ANDIEFUZZICH: Mobat war besser

In Bezug auf das Ausländer raus sind sie sich durchaus einiger, als die bundesrepuplikanische Gesellschaft. Beim Nachlesen ihrer Postings beschleicht mich obendrein der Verdacht, dass sie selber möglicherweise gar nicht vor Ort [...] mehr...

12.04.2010 von nachthai:

Nach dem deutschen Versagen im Norden, einen solchen Beitrag abzudrücken ist deutlich mehr als Realitätsignorant! mehr...

12.04.2010 von archelys: Das Verbrechen ist aus der Sicht der Verbrecher nicht unsinnig

Sie benutzen den Begriff "Unsinn" hier im Sinne unvernünftigen Handelns. Aus der Sicht der Afghanistan-Krieger ist er nicht unsinnig, man verrät uns allerdings den Eigensinn nicht, der ihm zugrunde liegt, weil wir ihn [...] mehr...

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Es gab XX Tote, darunter auch Kinder und Frauen. Ein vermeintlicher Standardsatz. Doch was will er uns sagen? Sind (a) keine Männer gestorben? Oder ist es (b) halb so schlimm, wenn Männer sterben?? In Zeiten der [...] mehr...

12.04.2010 von viceman: "wir" kämpfen nicht für ein

"freies afghanistan" - sie auch nicht! wenn sie was vom aktuellen krieg sehen wollen, dann empfehle ich: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688532,00.html das ist die freiheit , der frieden ( o.ä. dummschwätz ) [...] mehr...

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