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13.03.2010
 

Blutbad

Vier Selbstmordattentate in Kandahar

Vier Selbstmordattentäter haben am Samstagabend in Kandahar ihre Bomben gezündet - mehr als 30 Menschen rissen sie in den Tod. Mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Die Taliban bekannten sich zu den Anschlägen.

Hamburg - Es war eine gezielte Aktion: Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen sind am Samstagabend Dutzende Menschen in Kandahar getötet worden. Unter den Anschlagsopfern sind nach Angaben des Chefarztes des größten Krankenhauses in Kandahar auch zahlreiche Zivilisten und Polizeibeamte.

Die vier Attentäter schlugen an verschiedenen Orten in der Stadt zu. Die größte Detonation ereignete sich nach Angaben der Provinzregierung nach Einbruch der Dunkelheit nahe des streng bewachten Gefängnisses von Kandahar. Ein weiterer Anschlag zielte auf das Gebäude des Polizeichefs. Ein dritter Attentäter sprengte sich nahe der Residenz des Provinzchefs Ahmad Wali Karzai in die Luft, einem Halbbruder von Präsident Hamid Karzai. Polizei und Soldaten sicherten die Stadt.

Die radikalislamischen Taliban haben sich zu den Anschlägen in Kandahar bekannt. Die Attentate seien eine Warnung an die ausländischen Truppen, teilten die Aufständischen am Samstag auf ihrer Internetseite mit. Die US-Streitkräfte haben noch für dieses Jahr eine Offensive in der Provinz Kandahar angekündigt und den Einsatz als möglicherweise entscheidende Schlacht gegen die Taliban bezeichnet.

Kandahar ist die zweitgrößte Stadt Afghanistans und war der Hauptsitz der Taliban bis zu ihrem Sturz 2001. Die Region gilt daher immer noch als eine Hochburg der Aufständischen.

Auch in Pakistan zündete ein Selbstmordattentäter eine Bombe und richtete ein Blutbad an. An einem Kontrollposten im Swat-Tal wurden am Samstag nach Militärangaben mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt.

Jul/dpa/APD/Reuters

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