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14.03.2010
 

Attacke nach Anschlägen

Pakistanische Luftwaffe bombardiert Taliban-Stellungen

Helikopter der Pakistanische Luftwaffe in Südwaziristan (Oktober 2009)Zur Großansicht
AP

Helikopter der Pakistanische Luftwaffe in Südwaziristan (Oktober 2009)

Es ist das typische Muster im asymmetrischen Krieg in Pakistan: Auf Luftangriffe auf die Taliban folgen Terrorattacken, gefolgt von neuen Luftschlägen. Nun will die pakistanische Armee 16 Rebellen getötet haben. In einer blutige Woche, hatten deren Attentate über 80 Menschenleben gefordert.

Parachinar/ Islamabad - Nach den jüngsten schweren Terroranschlägen in Pakistan hat die Luftwaffe des Landes mit Luftangriffen gegen die Taliban in der Grenzregion zu Afghanistan losgeschlagen: In der südwestlich von Swat gelegenen Stammesregion Orakzai bombardierte die pakistanische Luftwaffe mutmaßliche Taliban-Stellungen.

Der Angriff soll drei Verstecken und zwei Wohnhäusern von Taliban-Kommandeuren in der Ortschaft Mero Bak gegolten haben. Wie am Sonntag aus Geheimdienstkreisen verlautete, wurden bei den Angriffen mindestens 16 Aufständische getötet.

Unklar war, ob die Luftangriffe der Beginn einer Anfang Februar angekündigten neuen Offensive gegen die Taliban in der Region waren oder eine Reaktion auf mehrere verheerende Anschläge in den letzten Tage sind.

Dutzende Anschlagsopfer in der vergangenen Woche

Insgesamt starben in der vergangen Woche über 80 Menschen bei Anschlägen. Am Samstag hatte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und mindestens 13 Menschen mit in den Tod gerissen. Weitere 52 Menschen wurden bei der Attacke in einer belebten Straße in Mingora, der größten Stadt im Swat-Tal im Nordwesten des Landes, verletzt.

Erst am Freitag hatten zwei Selbstmordattentäter in der ostpakistanischen Metropole Lahore mindestens 48 Menschen in den Tod gerissen und hundert weitere verletzt. Am Montag waren bei einem Autobombenanschlag in der Stadt 15 Menschen getötet worden. Taliban hatten sich zu der Attacke auf ein Gebäude der Anti-Terror-Polizei bekannt.

Die nun vom pakistanischen Militär angegriffene Region Orakzai an der nord-westlichen Grenze zu Afghanistan soll auch die Basis des Talibananführers in Pakistan, Hakimullah Mehsud, gewesen sein, den die USA nach eigenen Angaben mit einem Dronenangriff Anfang Februar getötet haben. Mehsuds Anhänger behaupten jedoch bislang, dass ihr Anführer noch am Leben ist.

Radikalislamische Extremisten verüben verstärkt Anschläge auf pakistanische Sicherheitskräfte, seit die Armee im vergangenen Sommer mit einer Militäroffensive gegen Aufständische im Grenzgebiet zu Afghanistan begonnen hat. In letzter Zeit sind die Sicherheitskräfte mit harter Hand gegen Taliban-nahe Gruppen vorgegangen, was die Zahl der Anschläge senken half.

Seit Beginn der pakistanischen Militär-Offensive sind jedoch 600 Menschen bei Anschlägen in Pakistan getötet worden. Die Regierung hat die Offensive, die auf die Stammesgebiete entlang der afghanischen Grenze ausgeweitet wurde, als Erfolg bezeichnet. Viele Taliban-Führer seien aus Gebieten geflohen, in denen die Aufständischen sich zuvor offen hätten zeigen können.

Die jüngste Zunahme der Bombenanschläge von Islamisten schürt jedoch Befürchtungen, dass sich die Aufständischen unterdessen umgruppiert und ihre Schlagkraft wieder verstärkt haben.

cht/APD/dpa/reuters/AP

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Sie verwechseln da etwas: Es liegt Krieg vor und nicht ein Gerichtsverfahren. Kombattanten schießen auf Kombattanten. Daher gilt die Haager Landkriegsordnung und nicht die deutsche Strafprozessordnung. mehr...

05.01.2011 von Michael Schnarch:

Das CIA Factbook ist das größte statistische Nachschlagswerk auf der Welt. Er wird in unzähligen wissenschaftlichen Arbeiten in Europa zitiert und ist als z.B. Referenz bei Diplomarbeiten und Dissertationen in Österreich [...] mehr...

05.01.2011 von oliver twist aka maga:

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Pakistan entstand 1947 aus den überwiegend muslimischen Teilen von Britisch-Indien. Zunächst bestand es aus den beiden Landesteilen West- und Ostpakistan, zwischen denen mehr als 1500 Kilometer Entfernung lagen. Beiden Teilen mangelte es jedoch an einer gemeinsamen nationalen Identität. Nach einem Krieg, bei dem Indien dem Osten half, entstand 1971 als neuer Staat Bangladesch .

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