Freitag, 26. Februar 2010
Der Freitag ist Ruhetag in Iran. Wichtig ist abzuschalten. Das ist oft nicht so einfach und gelingt nicht immer. Freitags versuche ich stets, viel Zeit für meine Familie zu haben.
Unter der Woche bin ich fast durchgehend unterwegs und komme selten zur Ruhe. Freitags wird es auch in der sonst so unglaublich überfüllten Stadt etwas stiller. Zu bestimmten Stunden kann man sogar durch Teheran fahren, ohne sehr viel Zeit im Stau zu verbringen.
Erst zum späten Nachmittag und Abend werden die Straßen wieder unerträglich voll. Da ist die Jugend unterwegs auf den vielen Boulevards und Einkaufsstraßen. Wer jetzt etwas unternehmen will, braucht wieder diese unmenschliche Geduld, ohne die sich Teheran nicht überleben lässt.
Meine Familie und ich nehmen eine Autofahrt auf uns und verabreden uns zum Abendessen mit Verwandten in einem schönen Restaurant auf der Vali-Asr-Avenue - einer der lebendigsten Straßen der Stadt, die von Norden bis zum runter zum Stadtzentrum reicht. Ich ahne nicht, wie sehr ich die Kraft, die ich dabei tanke, noch brauchen werde.
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Interessant und bedauerlich. Da kann man im Geiste schon mal üben, mit solchen Herausforderungen umzugehen, wenn bei uns in Deutschland in einigen Jahren der Überwachungsstaat vollständig aktiv ist. mehr...
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