Paris - Es soll auch eine Anerkennung für den Wiederaufbau in dem Land sein: Deutschland und weitere Mitgliedstaaten des Pariser Clubs haben Afghanistan seine Schulden vollkommen erlassen. Es seien Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar gestrichen worden, teilte der Club am Mittwoch mit.
Afghanistan habe im Gegenzug versprochen, die freiwerdenden Gelder für die Bekämpfung der Armut und die Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik einzusetzen. Neben den Einzelstaaten im Pariser Club verzichten auch internationale Finanzorganisationen wie der IWF und die Weltbank auf ihre Forderungen.
Die Vereinbarung sei auch in Anerkennung der Fortschritte getroffen worden, die Afghanistan zur Stärkung seiner Volkswirtschaft erreicht habe, sagte der stellvertretende US-Finanzminister Neal Wolin in Washington.
Die Gläubigerländer verzichteten den Angaben zufolge zum einen auf 441 Millionen Dollar (umgerechnet 320 Millionen Euro), die Afghanistan über internationale Organisationen aufgenommen hatte. Zudem erließen sie Kabul insgesamt 585 Millionen Dollar (umgerechnet 425 Millionen Euro) an bilateralen Schulden. Dieser Schritt helfe der afghanischen Wirtschaft nachhaltig, erklärte die US-Regierung.
Die Schulden gegenüber dem Pariser Club umfassten im vergangenen Jahr rund die Hälfte aller Verbindlichkeiten Afghanistans in Höhe von gut zwei Milliarden Dollar, erklärte der Gläubigerclub.
Das Gremium hat 19 ständige Mitglieder, darunter auch Deutschland, Japan und die USA. An den Verhandlungen können von Fall zu Fall weitere Staaten teilnehmen. Der Pariser Club war 1956 in der französischen Hauptstadt gegründet worden und vermittelt zwischen verschuldeten Staaten und ihren Geldgebern.
An der Beschlusssitzung zum Schuldenerlass für Afghanistan nahmen Deutschland, die USA sowie Russland teil. Bereits Ende Januar hatten die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und andere Gläubiger Afghanistan Schulden von umgerechnet 1,2 Milliarden Euro erlassen.
mmq/AFP/apn/Reuters
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In Bezug auf das Ausländer raus sind sie sich durchaus einiger, als die bundesrepuplikanische Gesellschaft. Beim Nachlesen ihrer Postings beschleicht mich obendrein der Verdacht, dass sie selber möglicherweise gar nicht vor Ort [...] mehr...
Nach dem deutschen Versagen im Norden, einen solchen Beitrag abzudrücken ist deutlich mehr als Realitätsignorant! mehr...
Sie benutzen den Begriff "Unsinn" hier im Sinne unvernünftigen Handelns. Aus der Sicht der Afghanistan-Krieger ist er nicht unsinnig, man verrät uns allerdings den Eigensinn nicht, der ihm zugrunde liegt, weil wir ihn [...] mehr...
Es gab XX Tote, darunter auch Kinder und Frauen. Ein vermeintlicher Standardsatz. Doch was will er uns sagen? Sind (a) keine Männer gestorben? Oder ist es (b) halb so schlimm, wenn Männer sterben?? In Zeiten der [...] mehr...
"freies afghanistan" - sie auch nicht! wenn sie was vom aktuellen krieg sehen wollen, dann empfehle ich: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688532,00.html das ist die freiheit , der frieden ( o.ä. dummschwätz ) [...] mehr...
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