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21.03.2010
 

Iran

Ajatollah Chamenei greift US-Präsident Obama an

Ajatollah Chamenei: "In der Praxis haben sie das Gegenteil getan"Zur Großansicht
AFP

Ajatollah Chamenei: "In der Praxis haben sie das Gegenteil getan"

Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat Barack Obama in einer Rede vorgeworfen, eine Verschwörung gegen sein Land zu planen. Mit dieser Reaktion schlug er das jüngste Dialogangebot des US-Präsidenten aus.

Teheran - Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hat den USA falsches Spiel vorgeworfen. In Widerspruch zu seinem Gesprächsangebot schmiede US-Präsident Barack Obama ein "Komplott" gegen die Islamische Republik, erklärte Chamenei am Sonntag in seiner Neujahrsrede an die Nation, die vom Staatsfernsehen übertragen wurde.

"Die neue Regierung und der neue Präsident behaupten, sie haben ein Interesse an gerechten und fairen Beziehungen", sagte Chamenei. "Sie haben Briefe geschrieben und Mitteilungen geschickt, in denen sie sagten, sie wollten die Beziehungen zur Islamischen Republik normalisieren. Aber in der Praxis haben sie das Gegenteil getan." Obama hatte dem Golfstaat vor einem Jahr einen Neuanfang im diplomatischen Verhältnis angeboten.

"Sie können nicht Ihren Wunsch nach Frieden und Freundschaft ausdrücken und sich gleichzeitig gegen uns verschwören und glauben, dass Sie der iranischen Nation schaden können", sagte Chamenei in Maschhad im Nordosten des Landes an Obama gerichtet. Die USA hätten schon bei den Unruhen nach der Präsidentenwahl im Juni vergangenen Jahres die "schlechtestmögliche Position" eingenommen, indem Washington "Randalierer" als "Bürgerrechtler" bezeichnet habe.

Zuvor hatte sich Obama anlässlich des persischen Neujahrsfestes an das iranische Volk gewandt. "Auch wenn wir weiterhin Differenzen mit der iranischen Regierung haben, werden wir uns für eine hoffnungsvollere Zukunft für das iranische Volk einsetzen", erklärte Obama in einer am Samstag vom Weißen Haus veröffentlichten Botschaft.

So werde er sich für einen Internetzugang "ohne Angst vor Zensur" für die Iraner engagieren. Die Opposition im Iran hatte während der Proteste nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl ausgiebig den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter und Sozialnetzwerke wie Facebook oder das Internetportal Youtube genutzt, um sich zu organisieren.

Zugleich bekräftigte Obama seine Dialogbereitschaft gegenüber Teheran. Iran müsse jedoch dafür verantwortlich gemacht werden, dass es seine Verpflichtungen im Atomstreit nicht eingehalten habe, so der US-Präsident.

wit/apn/AFP/Reuters

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insgesamt 29 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
23.03.2010 von rainman_2: ...

Hat Israel jemals den Iran mit Krieg gedroht? Wenn Israel so kriegslüstern wäre wie Saddam es war, dann hätte der Iran schon längst eine militärische Antwort von Israel bekommen und zwar bevor die Mullahs Zeit hätten sich ein [...] mehr...

23.03.2010 von m-pesch: ...

Vielleicht sind sie ja noch etwas zu Jung, sonst wüßten sie das die Republikaner mit aller Macht versuchten Carter daran zu hindern die Geiseln freizubekommen. Wie es die Reagan Regierung dann selbst mit Waffenlieferungen an [...] mehr...

23.03.2010 von Celegorm: ...

Natürlich, ohne das als halbwegs realistische Option wär das Ganze ja auch sinnlos. Bloss ist halt in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit doch eher gering, da eigentlich jede Aktion die völlige Vernichtung als Reaktion zur Folge [...] mehr...

23.03.2010 von m-pesch: ...

Für die Überprüfungen gibt es ein Procedere das es einzuhalten gilt. Warum solle es im Iran nicht nach Vorschrift gehen wenn es überall sonst auch so ist. mehr...

23.03.2010 von m-pesch: ...

Welches Land in der Region würde ernsthaft Iran angreifen? Wenn sie es wissen haben Sie die Antwort dafür warum man Raketen braucht die bis Israel reichen. ;-) Und das Achnadinedschad verküntet hat Israel auszulöschen, dafür [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

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Sanktionen

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Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung


Republik Iran

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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

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