Berlin/Riad - Der arabische Satellitensender al-Arabija berichtet, unter den insgesamt 113 Festgenommenen seien 47 Saudi-Araber. Bei den übrigen Männern, denen die saudischen Behörden dem Bericht zufolge Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida nachsagen, handelt es sich offenbar um Jemeniten, Eritreer, Bangladescher und Somalier. Dies habe das saudische Innenministerin am Mittwoch bekanntgegeben.
Dem Bericht zufolge wurden insgesamt drei Gruppen aufgedeckt: Eine habe 101 Personen umfasst, hinzu kämen jeweils zwei sechsköpfige Zellen, die unabhängig operiert hätten.
Bei den Razzien seien neben Waffen und Computern auch Fotoausrüstungen beschlagnahmt worden. Als mutmaßliche Ziele wurden Ölanlagen und andere "wichtige Einrichtungen" genannt.
Auf dem Gebiet der Arabischen Halbinsel operiert seit Jahren eine der schlagkräftigsten Filialen des Terrornetzwerks al-Qaida. Im Königreich Saudi-Arabien gelang den Terroristen in den Jahren 2003 und 2004 eine Reihe spektakulärer Anschläge, unter anderem auf Ölanlagen, aber auch auf Wohnunterkünfte ausländischer Arbeiter und auf einzelne Ausländer.
Propaganda gegen Saudi-Arabien
Daraufhin intensivierten die saudischen Behörden ihre Anstrengungen im Kampf gegen al-Qaida massiv. Es kam zu zahlreichen Festnahmen, in Gefechten wurden etliche mutmaßliche Qaida-Kämpfer getötet. In der Folge galt die saudische Qaida-Filiale als geschwächt.
Doch im Januar 2009 verschmolz sie mit der saudischen Filiale zu "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel". Seitdem scheint die Führung sich im Jemen aufzuhalten; sie setzt sich auch aus ehemaligen Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo zusammen, die trotz Durchlaufen des saudischen Reintegrationsprogramms den Weg in die Militanz einschlagen. In ihren Publikationen hat die Qaida-Filiale auf der Arabischen Halbinsel zuletzt immer wieder den saudischen Staat als Feind ausgerufen. Auf ihr Konto geht auch ein Attentatsversuch auf den stellvertretenden Innenminister des Königreichs im vergangenen Jahr sowie der Versuch, am Weihnachtstag 2009 einen US-Passagierjet im Anflug auf Detroit zum Absturz zu bringen.
Weitere Details über die aktuellen Festnahmen sind noch nicht bekannt. Die Angaben, die den saudischen Behörden zugeschrieben werden, lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Vor einigen Wochen hatten Gerüchte kursiert, denen zufolge den US-Sicherheitsbehörden Unterlagen eines Qaida-Reisekaders in die Hände gefallen seien, auf denen Hunderte Namen angeblicher Kämpfer notiert gewesen seien.
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Wie SPON selbst schreibt, ist die Faktenlage noch ausgesprochen dünn, um nicht zu sagen fast nicht vorhanden. Jetzt antworten nur die Schnellschützen, keine Fakten, aber die Meinung ist ja sowieso fertig... Also werte SPON [...] mehr...
Und schwuppdiwupp sind auch ganz normale Oppositionelle von der Bühne verschwunden. Und man wird auch noch bejubelt. Chapeau! mehr...
Also nihct in DAfghanistan oder Jemen, sondern im befreundeten Saudi Arabien. Da kommt einem schon der 11.Septmber wieder ins Gedächtnis. Das waren ja (wenn sie es überhaupt waren ) auch überwiegend Saudis. Saudi Arbien > [...] mehr...
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