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29.04.2010
 

Pakistan

Lebenszeichen vom totgesagten Taliban-Führer

Hakimullah Mehsud soll doch noch am Leben sein, aber seine Macht eingebüßt habenZur Großansicht
REUTERS

Hakimullah Mehsud soll doch noch am Leben sein, aber seine Macht eingebüßt haben

Der pakistanische Taliban-Führer Talib Hakimullah Mehsud ist offenbar doch noch am Leben. Der Geheimdienst des Landes hat Todesmeldungen vom Jahresbeginn widerrufen. Im Januar hatte es geheißen, Mehsud sei bei einem Raketenangriff getötet worden.

Islamabad - Der pakistanische Geheimdienst hat am Donnerstag einen Rückzieher gemacht. Die Agenten korrigierten eine Meldung vom Beginn des Jahres, wonach Talib Hakimullah Mehsud bei einem Raketenangriff einer US-Drohne getötet worden ist. Den Tod des Taliban-Anführers hatte damals auch die pakistanische Regierung gemeldet, und aus US-Geheimdienstkreisen verlautete ebenfalls, Mehsud sei vermutlich an einer Verletzung gestorben, die er Mitte Januar bei dem Angriff erlitten habe. Die Taliban hatten dies stets dementiert.

Ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter erklärte nun, Mehsud sei vermutlich kurz nach dem Angriff verletzt, aber lebend gesehen worden. Es gebe verschiedene Hinweise und Informationen, dass er am Leben sei. Den Angaben zufolge hat Mehsud allerdings einen beträchtlichen Teil seiner Macht eingebüßt. Andere Taliban-Kommandeure stünden inzwischen über ihm, darunter Waliur Rehman, hieß es.

Rückschlag in Afghanistan

Die Taliban im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr sollen dagegen einen weiteren Rückschlag erlitten haben. Nach dem Taliban-Kommandeur der Provinz Kunduz soll auch der Anführer der Aufständischen für Kunduz-Stadt und den Unruhedistrikt Chahar Darreh getötet worden sein. Das sagte der Gouverneur der Provinz Kunduz, Mohammad Omar. US-Sondereinheiten und afghanische Soldaten hätten Mullah Daoud am Donnerstag erschossen.

Die Taliban hatten Mullah Daoud zum Kommandeur der Provinzhauptstadt und des Distrikts Chahar Darreh ernannt, nachdem sein Vorgänger Mullah Selaab erst am vergangenen Wochenende bei einer Militär-Operation getötet worden war. Chahar Darreh ist der gefährlichste Distrikt in der Provinz.

ler/apn/dpa

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insgesamt 3722 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
30.06.2010 von jasyd:

Natürlich gibt es den OBL schon längst nicht mehr. Aber er wird weiter von beiden Seiten als Symbolfigur benötigt. Für die eine Seite wird er als Feindbild benötigt und für die andere Seite als symbolischer und heldenhafter [...] mehr...

30.06.2010 von sitiwati: oder den

NIX-mus ! Vernunft ist immer das eine Ufer, wo die Schwachen stehen, der Starke kennt weder Vernunft noch Moral, sei vernünftig: sagt die Mama/ Papa zum Sprössling, wenn er nicht so will, wie sie ! mehr...

30.06.2010 von semir:

Was aber vernünftig ist wurde aber nie klar und deutlich gesagt.Für die einen war es Rassismus und für die anderen Humanismus."Zum Glück" haben wir heute den Nihilismus. mehr...

30.06.2010 von anathema: Der Mythos der Französischen Revolution etc.!

Dieses Statement scheint nur bedingt zuzutreffen, denn es gab schon nach dem eigenen Verständnis der damaligen Staatsdenker im antiken Griechenland so etwas wie „Demokratie“, wie man auch heute im Mutterland der ältesten [...] mehr...

30.06.2010 von doctorwho:

nato hat afghanistan im griff , die taliban sind auf dem rückzug : "Under relentless siege by Taliban insurgents, the crucial road that links the country’s most important cities, Kabul and Kandahar, has become one of the [...] mehr...

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Die Kriegsdebatte

Seit 2001 führt der Westen Krieg in Afghanistan. Doch das Land ist weder politisch stabil, noch wird es ordentlich regiert. Bei Politikern und in der Bevölkerung in Deutschland wachsen die Zweifel an der Mission. Es gibt gute Gründe für die Fortführung des Krieges, es gibt aber auch gute Gründe für den Rückzug der Bundeswehr.

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Der Bundeswehreinsatz in Kunduz

Die Mission der Bundeswehr

AP
Die Bundeswehr engagiert sich seit 2003 in der nordafghanischen Provinz Kunduz. Im Rahmen der internationalen Sicherheits- und Aufbautruppe Isaf soll sie für ein stabiles Umfeld sorgen.

Kunduz war der erste Einsatzort der Bundeswehr in Nordafghanistan, wo inzwischen der deutsche Einsatzschwerpunkt liegt. Im Vergleich zum umkämpften Süden des Landes galt die Region lange als eher ruhig. Mittlerweile kommt es aber auch dort immer wieder zu schweren Anschlägen der radikal-islamischen Taliban.

Die Provinz Kunduz

Die Unruhe-Region Chahar Darreh

Die Kunduz-Affäre

Tod afghanischer Zivilisten






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