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06.05.2010
 

Rumänien

Präsident kündigt drastischen Sparkurs an

Rumäniens Präsident Traian Basescu: "Der dicke Mann sitzt auf dem Rücken des dünnen"Zur Großansicht
REUTERS

Rumäniens Präsident Traian Basescu: "Der dicke Mann sitzt auf dem Rücken des dünnen"

Griechenlands Regierung drückt rigide Sparmaßnahmen durch, auch der rumänische Staatschef Basescu schwört seine Bürger auf schwere Zeiten ein. Renten, Beamtengehälter und Sozialhilfe sollen sinken - um das Staatsdefizit einzudämmen.

Bukarest - Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu hat am Donnerstag sehr plastische Vergleiche bemüht, um seine rigiden Sparmaßnahmen zu illustrieren: "Es ist so, als säße ein dicker Mann - das ist der Staat - auf dem Rücken eines dünnen Mannes - das ist die Privatwirtschaft", sagte Basescu.

Der Staatsapparat sei immer noch überdimensioniert. Er kündigte an, der Fonds für die Gehälter der Staatsbediensteten solle um 25 Prozent sinken, die Renten und Sozialhilfesätze um jeweils 15 Prozent. Zudem sollen die insgesamt 16 in Rumänien gewährten sozialen Beihilfen, wie zum Beispiel der Heizkostenzuschuss, überdacht und besser aufeinander abgestimmt werden.

Basescu verkündete das Sparprogramm nach einem Treffen mit einer Überprüfungsdelegation des Internationalen Währungsfonds (IWF), der EU und der Weltbank. Die Maßnahmen sollen nach den Vorgaben des IWF das Staatsdefizit unter Kontrolle halten.

Rumänien war im Frühjahr 2009 von diesen Institutionen zur Krisenbewältigung ein Notkredit von 20 Milliarden Euro zugesagt worden, an den Sparauflagen gebunden sind. Bis zu diesem Sonntag will Rumänien mit der Delegation von IWF, Weltbank und EU über weitere Maßnahmen verhandeln.

kgp/AP/Reuters

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insgesamt 6 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
07.05.2010 von Earendil77: ---

"Der Dicke auf dem Dünnen" - überall die gleiche Jammerei der "ausgebeuteten Privatwirtschaft". Schlimm genug, dass man Löhne zahlen muss, jetzt auch noch Steuern, das geht ja nun wirklich nicht! Verlangt [...] mehr...

07.05.2010 von Gruber: Womit das nächste Rettungspaket für die Großpleitiers und Großversager...

...in der Finanz- und Produktionswirtschaft der EU beschlossen wäre, die wieder einmal mit atemberaubend gröbsten Verletzungen der kaufmännischen Sorgfaltspflicht in Griechenland eine Konkurssituation aufgebaut haben. Wie sie das [...] mehr...

06.05.2010 von n+x: ...

Renten und Sozialhilfe reichen jetzt schon kaum zum leben, Beamtengehälter ebenso, was ein Grund für die hohe Koruption ist. Zu viel geht an der Steuer vorbei. Man sollte vielleicht da ansetzen... Nach meinen Erfahrungen in [...] mehr...

06.05.2010 von Transmitter: Flexibilität

Moment mal! Mit etwas Bakschisch, den richtigen rumänischen Freunden und etwas Zeit, bekommt man jede Genehmigung dort. Man darf sich nur nicht über den Leisten ziehen lassen. Die rumänische Kultur ist halt was besonderes. [...] mehr...

06.05.2010 von pilucopilu: Bericht aus dem Inneren

[QUOTE=sysop;5467750]Griechenlands Regierung drückt rigide Sparmaßnahmen durch, auch der rumänische Staatschef Basescu schwört seine Bürger auf schwere Zeiten ein. Renten, Beamtengehälter und Sozialhilfe sollen sinken - um das [...] mehr...

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Das griechische Sparprogramm

Wie viel Griechenland sparen möchte

AP
Bis 2013 möchte die Regierung in Athen insgesamt 30 Milliarden Euro einsparen. Alleine in diesem und im kommenden Jahr will das Land insgesamt 7,6 Milliarden Euro weniger ausgeben. Das Sparpaket ist Bedingung für die Bereitstellung der Hilfskredite der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro.

Das Haushaltsdefizit soll schrittweise von derzeit rund 15,4 Prozent auf 2,6 Prozent des BIP im Jahr 2014 gedrosselt werden - und damit unter die EU-Schuldengrenze. Wegen der erforderlichen Neuaufnahme von Krediten wird der griechische Schuldenberg aber voraussichtlich bis zunächst 2013 auf rund 190 Prozent des BIP ansteigen.

Folgen für den Staat und seine Bediensteten

Folgen für Rentner

Steuererhöhungen

Folgen für die griechische Wirtschaft


Der IWF

Die Institution

Gegründet wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) zusammen mit seiner Schwesterinstitution Weltbank im Juli 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods. Der in Washington ansässige Fonds wacht als Sonderorganisation der Vereinten Nationen über die Währungspolitik seiner 186 Mitgliedsländer. Jedes Land muss entsprechend seinem Anteil an der Weltwirtschaft eine Einlage leisten und verfügt über entsprechende Stimmrechte. Die reichsten Länder haben damit den größten Einfluss.


Die Arbeit des IWF

Häufige Kritik

Der Direktor

Wer wählt den Direktor?

Informelle Vereinbarung

Bedingungen für Hilfe

Mini-Serie

AFP
Die Euro-Krise verschärft sich. Nach Griechenland werden zusehends auch Portugal und Spanien von Spekulanten attackiert. Irland und Italien könnten folgen.

Doch wie pleitegefährdet sind die vier Länder wirklich? In einer Mini-Serie analysiert SPIEGEL ONLINE, wie realistisch die Sparpläne der Staaten sind - und ob die Regierungen mächtig genug sind, sie umzusetzen.






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