Washington - An Annehmlichkeiten mangelte es den staatlichen Inspektoren nicht. Sie erhielten Tickets für Football-Spiele, wurden zum Essen und zu Jagdausflügen eingeladen - ausgerechnet von der US-Ölindustrie, die sie überwachen sollten. Die Aufgabe der Kontrolleure: Sicherheits- und Umweltstandards auf Bohrinseln zu überprüfen. Auf Unabhängigkeit legten sie dabei offenbar wenig Wert.
Ein interner Untersuchungsbericht des Innenministeriums in Washington zeigt nun schonungslos die Versäumnisse der staatlichen Kontrollen auf. "Durch zahlreiche Gespräche haben wir herausgefunden, dass es Usus war, Geschenke von Öl- und Gasfirmen anzunehmen", heißt es in dem Report, der sich auf den Zeitraum von 2005 bis 2007 bezieht und amerikanischen Zeitungen und TV-Sendern zugespielt wurde. Die Ermittlungen wurden durch einen anonymen Brief angestoßen.
Ein direkter Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko kann zwar nicht bewiesen werden, doch mit der Veröffentlichung dürfte die Wut der Amerikaner auf die Ölunternehmen - und auf die Behörden - steigen.
Kritiker bemängeln seit langem zu laxe Kontrollen bei der Ölindustrie und die Nähe zwischen Beamten und Bossen. Washington sei der Branche immer schon entweder hörig oder ausgeliefert gewesen - sei es durch Wahlspenden oder durch die engen Beziehungen vor allem in der Bush-Ära.
Die Ermittler listen zahlreiche Verfehlungen auf, besonders der Außenstelle der Kontrollbehörde Minerals Management Service (MMS) in Lake Charles, Louisiana:
Das Annehmen von Geschenken war weit verbreitet: "Jeder tat es", wird einer der Kontrolleure zitiert. Mindestens sieben Inspektoren, die durch solches Verhalten aufgefallen sind, waren noch im März beim Minerals Management Service beschäftigt.
US-Innenminister Ken Salazar nannte den Bericht "zutiefst verstörend". Einmal mehr würde das "lauschige Verhältnis zwischen Teilen der MMS und der Öl- und Gasindustrie" deutlich. Einem Bericht der "New York Times" zufolge sagte Salazar, er habe die Ermittler angewiesen, ihre Untersuchungen auszuweiten, um zu prüfen, ob weitere Verstöße festzustellen seien - auch nachdem er 2009 einen neuen Ethik-Kodex eingeführt habe.
Der Bericht sollte in diesem Sommer veröffentlicht werden, doch nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" und dem folgenden Umweltdesaster entschloss sich die interne Ermittlungsgruppe, das Papier bereits jetzt freizugeben. Kongressabgeordnete zeigten sich schockiert und forderten eine gründliche Überprüfung des Kontrollsystems.
kgp
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Sie, aceofspade, sind es, der diskriminiert. Sie werfen den Niedrigverdienern in subtiler Weise vor, dass sie nichts zum Steumeraufkommen beitragen. Oder verstehen Sie ihre eigene Argumentation nicht? Gruß Emil mehr...
die Hispanics scheinen gar nicht das Problem zu sein, Ace. Sie zielen richtig. Je schwärzer, desto schlimmer. 1865 und 1962 waren die traurigsten Jahre der amerikanischen Geschichte. Aber das haben Sie ja auch schon [...] mehr...
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Wie bitte? Das ist mir neu, dass jemand wegen geringem Einkommen diskriminiert wird. Jeder darf soviel verdienen, wie er will oder kann. Aber es gibt auch keinen Rechtsanspruch auf ein hohes Einkommen. Was fuer mich [...] mehr...
Wenn es das "kapitalistische" Wirtschaftssystem nicht selber schafft "gerechtere" Vergütungen der einzelnen Teilnehmer eines Unternehmens herzustellen, dann muss hier der Gesetzgeber einschreiten. Als [...] mehr...
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