Kabul - Es war der denkbar schlechteste Auftakt für die afghanische "Friedens-Dschirga". Schon zu Beginn der Rede von Präsident Hamid Karzai im Versammlungszelt in Kabul waren Explosionen zu hören. Karzai rief die 1600 Delegierten zur Ruhe auf und setzte seine Rede unbeirrt fort.
"Setzen Sie sich wieder hin, es wird nichts passieren", sagte der Präsident vor den Versammelten, von denen einige aus Angst vor einem Angriff aufgesprungen waren. "Ich habe mich daran gewöhnt", sagte Karzai, der mindestens drei Attentatsversuche überlebt hat. "Jeder ist daran gewöhnt." Doch spätestens jetzt war klar: Die Taliban wollen die Friedenskonferenz sabotieren und sie zu einer Farce machen.
Karzai hatte in seiner Eröffnungsrede an die Taliban appelliert, die Waffen niederzulegen. "Ich rufe dich wieder dazu auf, mein Bruder, mein lieber Talib, kehre zurück. Dies ist dein Land." Gespräche mit dem Terrornetz al-Qaida schloss Karzai aus. Den Forderungen der Taliban, vor Verhandlungen müssten die ausländischen Truppen Afghanistan verlassen, erteilte der Präsident eine klare Absage. Dann verließ er die Dschirga in einem gepanzerten Konvoi.
Die Taliban bekannten sich denn auch zu dem Anschlag. Sie hätten vier Selbstmordattentäter auf einem nahegelegenen Hochhaus postiert, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Sie seien mit Raketen, Handfeuerwaffen und Sprengsätzen am Körper ausgerüstet.
Trotz strengster Sicherheitsvorkehrungen - 12.000 Polizisten sind zusätzlich im Einsatz und werden von der internationalen Schutztruppe Isaf unterstützt- können die Taliban also offenbar nicht gestoppt werden. Die Radikal-Islamisten boykottieren die Konferenz. Sie hatten in einer Botschaft allen Teilnehmern mit dem Tod gedroht. Sie kritisieren, das Treffen diene lediglich dazu, unrealistische Pläne abzusegnen. Die Teilnehmer der Konferenz stünden im Sold der Invasoren und dienten ihren eigenen Interessen, hieß es in einer Erklärung.
Ausländische Teilnehmer versuchten sich von den Störmanövern der Taliban nicht beeindrucken zu lassen. Es werde den Radikal-Islamisten mit ihren Angriffen nicht gelingen, die Dschirga zum Entgleisen zu bringen, sagte der Uno-Sondergesandte Staffan de Mistura. Sein Stellvertreter, der Deutsche Martin Kobler, meinte, die Friedenskonferenz sei "ein Vehikel, der Regierung Legitimität zu geben, um Kontakte zu den Aufständischen aufzunehmen".
Die Ratsversammlung ist für drei Tage angesetzt. Die Delegierten wollen in Kabul den Grundstein für eine Aussöhnung mit den Taliban legen. Karzai hat die Aussöhnung mit den Taliban zur wichtigsten Aufgabe seiner zweiten Amtszeit erklärt und die Versammlung einberufen.
Zur Dschirga hat die Regierung den Entwurf eines "Friedens- und Reintegrationsprogramms" (APRP) erarbeitet, das mit der internationalen Gemeinschaft abgestimmt wurde. Einfachen Kämpfern soll dem 36-seitigen Papier zufolge Straffreiheit zugesichert werden, wenn sie die Waffen niederlegen und die Verfassung anerkennen. Anführern des radikal-islamischen Aufstands könnte unter anderem der Gang ins Exil angeboten werden, wenn sie sich von al-Qaida lossagen.
als/AP/dpa/Reuters/AFP
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Ich weiss nicht was in das Pentagon geflogen ist, evtl. wars auch eine Passagiermachine, wobei etliche Piloten sagen, dass das Flugmanöver, das unterstellt wird, kaum durchführbar ist, nicht mal vom besten der besten Piloten. [...] mehr...
(1) Ich habe von "irgendwelchen Koranschülern" gesprochen um die "Taliban" vor dem ethymologischen Hintergrund des Begriffes "Taliban/Talib" abzugrenzen von Menschen, die ein Koranschule besuchen. [...] mehr...
sorry hans , es war weder belehrend noch anmassend gemeint , ich wollte nur darauf hinweisen , dass die taliban eben nicht aus dem luftleeren raum aufgetaucht sind , sondern allerhöchstens vorher mangels interesse/verständnis [...] mehr...
Es geht doch vielmehr um die Frage, ob überhaupt ein Flugzeug in das Pentagon geflogen worden ist. Haben Sie schon einmal das Loch, das am Ende stehen sollte, ein nahzu rundes Loch, gesehen und angeblich ohne jede Trümmer, die [...] mehr...
ach wissen sie , "irgendwelche aufgebrachte araber" oder ähnliches hat brzesinski schon 1979 als eher vernachlässigenswert empfunden , sobald sie den job für ihn erledigt hatten , sie machen es mit dieser begriffswahl [...] mehr...
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