Istanbul - Die Särge wurden durch die Menge getragen und dann in türkische und palästinensische Fahnen gehüllt. Zehntausende Menschen haben den neun bei der Erstürmung des Hilfskonvois für den Gaza-Streifen getöteten türkischen Aktivisten am Donnerstag in Istanbul die letzte Ehre erwiesen.
Vor der Fatih-Moschee in Istanbul, wo acht der neun Särge aufgebahrt waren, pries die Menge die Toten als Märtyrer. "Euer Märtyrertum sei gesegnet", war auf einem Spruchband zu lesen. "Wir sind alle Soldaten der Hamas", skandierten die Menschen aus Protest gegen Israel und zur Unterstützung der im Gaza-Streifen herrschenden radikalislamischen Palästinenserbewegung.
Eines der Opfer sollte noch am Donnerstag beerdigt werden, sieben weitere sollten in ihre Heimatorte überführt werden. Für das neunte Todesopfer war am Freitag eine separate Zeremonie in einer anderen Istanbuler Moschee geplant.
Unter den Teilnehmern der Kundgebung waren nach Angaben eines AFP-Fotografen unter anderen der türkische Energieminister Taner Yildiz, der Bürgermeister von Istanbul und der iranische Generalkonsul. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu starben die neun Todesopfer durch Schüsse. Einer von ihnen sei aus nächster Nähe erschossen worden, meldete Anadolu unter Berufung auf einen Rechtsmediziner in Istanbul.
als/AFP
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