Moskau - Der russische Geheimdienst FSB hat nach Angaben seines Chefs Alexander Borotnikow einen der meistgesuchten Rebellenführer aus dem Kaukasus gefangengenommen. Ali Tasijew, der auch unter seinem Kampfnamen "Magas" bekannt ist, wird für mehrere Terroranschläge im Nordkaukasus verantwortlich gemacht. Borotnikow gab die Gefangennahme Tasijews am Mittwoch bei einem Treffen mit Präsident Dmitri Medwedew bekannt.
Tasijew steckt laut dem Chef des Inlandsgeheimdienstes unter anderem hinter einem Selbstmordanschlag auf den Präsidenten der Republik Inguschien, Junus-Bek Jewkurow, im vorigen Jahr. Der vom Kreml ernannte Jewkurow, der bei dem Selbstmordanschlag im vergangenen Jahr schwer verletzt worden war, nannte den Terroristen einen "tollwütigen Hund". "Er und seine Mitstreiter haben einen Platz in der Hölle verdient", sagte er. Im Nordkaukasus, in dem auch die unruhigen Teilrepubliken Dagestan und Tschetschenien liegen, streben Terroristen seit Jahren nach Unabhängigkeit von Moskau.
Rebellenführer Tasijew wird auch für einen Angriff Aufständischer auf Polizei- und Regierungsgebäude in der Stadt Nasran 2004 verantwortlich gemacht, bei dem 79 Menschen getötet wurden. "Magas" ist angeblich zudem Militärchef des Kaukasus-Emirats sein, einer Rebellengruppe, die sich zu den Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn im März bekannt hatte. Bei den Selbstmordanschlägen waren am 29. März 40 Menschen ums Leben gekommen.
ffr/apn/dpa/AFP
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