ThemaKaukasusRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
09.06.2010
 

Nordkaukasus

Geheimdienst meldet Festnahme von Islamistenchef

Der russische Geheimdienst vermeldet einen Fahndungserfolg: Fahnder haben demnach den wegen mehrerer blutiger Anschläge gesuchten Islamistenchef Ali Tasijew gefasst. Er soll hinter dem Attentat auf den Präsidenten der Teilrepublik Inguschien im vorigen Jahr stecken.

Moskau - Der russische Geheimdienst FSB hat nach Angaben seines Chefs Alexander Borotnikow einen der meistgesuchten Rebellenführer aus dem Kaukasus gefangengenommen. Ali Tasijew, der auch unter seinem Kampfnamen "Magas" bekannt ist, wird für mehrere Terroranschläge im Nordkaukasus verantwortlich gemacht. Borotnikow gab die Gefangennahme Tasijews am Mittwoch bei einem Treffen mit Präsident Dmitri Medwedew bekannt.

Tasijew steckt laut dem Chef des Inlandsgeheimdienstes unter anderem hinter einem Selbstmordanschlag auf den Präsidenten der Republik Inguschien, Junus-Bek Jewkurow, im vorigen Jahr. Der vom Kreml ernannte Jewkurow, der bei dem Selbstmordanschlag im vergangenen Jahr schwer verletzt worden war, nannte den Terroristen einen "tollwütigen Hund". "Er und seine Mitstreiter haben einen Platz in der Hölle verdient", sagte er. Im Nordkaukasus, in dem auch die unruhigen Teilrepubliken Dagestan und Tschetschenien liegen, streben Terroristen seit Jahren nach Unabhängigkeit von Moskau.

Rebellenführer Tasijew wird auch für einen Angriff Aufständischer auf Polizei- und Regierungsgebäude in der Stadt Nasran 2004 verantwortlich gemacht, bei dem 79 Menschen getötet wurden. "Magas" ist angeblich zudem Militärchef des Kaukasus-Emirats sein, einer Rebellengruppe, die sich zu den Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn im März bekannt hatte. Bei den Selbstmordanschlägen waren am 29. März 40 Menschen ums Leben gekommen.

ffr/apn/dpa/AFP

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland
alles zum Thema Kaukasus

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Anschläge in Russland

2010: Terror in der U-Bahn

29. März 2010: In den Moskauer U-Bahn-Stationen Park Kultury und Lubjanka explodieren am Morgen zwei Sprengsaätze - russischen Ermittlern zufolge haben sich zwei junge Selbstmordattentäterinnen aus der russischen Teilrepublik Dagestan in die Luft gejagt. Mindestens 38 Menschen sterben bei den Anschlägen. Zu den Anschlägen bekannte sich eine Rebellengruppe aus dem Nordkaukasus, das sogenannte Kaukasus-Emirat von Doku Umarow.

31. März 2010: Bei einem Doppelanschlag in Kisljar in Dagestan werden zwölf Menschen getötet. Unter den Toten befinden sich zahlreiche Milizionäre, auch der örtliche Polizeichef kam ums Leben.

2009: "Sabotagekrieg" im Schnellzug

2006: Terror auf dem Marktplatz

2005: Blutiges Gefecht in Naltschik

2004: Als der Schrecken nach Beslan kam

2002: Geiselnahme im Musicaltheater







TOP



TOP