Abgereichertes Uran fällt bei der Herstellung von Kernbrennstoffen oder Atomwaffen an. Bei der Produktion von angereichertem Uran werden die spaltbaren Atomteilchen, das so genannte U-235, konzentriert. Mit U-235 ist eine Atom-Kettenreaktion möglich. Der Rest ist "abgereichertes" Uran, das nur noch einen geringen Prozentsatz an U-235 besitzt, aber nach wie vor radioaktiv ist. Der Unterschied in der Radioaktivität zwischen natürlichem und abgereicherten Uran ist minimal.
Uran und seine Verbindungen geben gesundheitsschädliche Alpha-Strahlen ab und sind zudem giftig. Sie können mit Lebensmitteln aufgenommen oder eingeatmet werden. "Das Gesundheitsrisiko für Bevölkerung oder Soldaten ist jedoch jetzt sicherlich nicht besonders hoch", sagte Heinz-Jörg Haury vom GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München-Neuherberg. Ein höheres Risiko haben Menschen, in deren Körper ein Uransplitter stecken geblieben ist, der auf Dauer Alpha-Strahlen abgibt.
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