Hamburg - Rami M. telefonierte mit der deutschen Botschaft - dann nahm ihn der pakistanische Geheimdienst ISI fest. Die Geschichte des Hamburger Islamisten ist voller Merkwürdigkeiten. Jetzt will sich der Bundestag nach SPIEGEL-Informationen Klarheit über den Vorfall verschaffen.
Am Mittwoch soll das Kanzleramt im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium Rechenschaft darüber ablegen, auf welchem Weg der pakistanische Geheimdienst von dem geplanten Botschaftsbesuch M.s Kenntnis erhalten hat. Das Parlamentarische Kontrollgremium ist eine Einrichtung des Bundestags, die die Arbeit der Regierung überwachen soll. Auch der Innen- und der auswärtige Ausschuss werden sich nach SPIEGEL-Informationen mit dem Vorgang befassen.
Rami M. war am 21. Juni festgenommen worden, nachdem er sein Versteck in den pakistanischen Bergen verlassen hatte. Zuvor hatte er sich telefonisch an die deutsche Botschaft gewandt und angekündigt, er bitte zur Abholung eines neuen Reisepasses um einen Termin.
Daraufhin hatte ihm das Auswärtige Amt Unterstützung zugesichert und für das ausgemachte Datum eine Art Passierschein zugeschickt. Parallel informierte das Bundeskriminalamt allerdings die pakistanische Polizei; auch der Bundesnachrichtendienst hatte vor der Verhaftung Kontakt mit dem ISI. Daraufhin nahmen pakistanische Soldaten M. gezielt fest.
Die Familie des mit internationalem Haftbefehl gesuchten Deutsch-Syrers wirft der Bundesregierung deshalb "Verrat" vor, Rami M. habe sich stellen wollen.
Der pakistanische Geheimdienst ISI, der in der Vergangenheit wiederholt Gefangene gefoltert hat, verweigert der deutschen Regierung bislang jeden konsularischen Zugang, der Gefangene werde derzeit "intensiv verhört". Zumindest informell hat die pakistanische Regierung inzwischen bestätigt, dass es sich bei dem Inhaftierten um Rami M. handelt.
Rami M. hatte Deutschland bereits im März 2009 verlassen - seine mutmaßliche Absicht: der bewaffnete Kampf gegen die "Ungläubigen" im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Der 25-jährige Deutsch-Syrer galt in Deutschland als Kopf einer Gruppe radikaler Islamisten, die sich in Hamburg im Umfeld der Taiba-Moschee gesammelt hatte - der ehemaligen Al-Quds-Moschee, in der auch die Attentäter vom 11. September verkehrt hatten.
ssu
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Na, die Woshington Post ist Amerika, und für Amerika ist differenzierung sein Bush schlichtweg obsolet. Alles wird unter das gleiche Mäntelchen geworfen - ob Leute gegen ihre Regierung putschen genauso als wenn sie irgendwo [...] mehr...
Flugs hatten Sie einen Bogen gespannt vom "Islamisten" zur Jugendrichterin. Nur ist deren Verschwinden nicht Ergebnis "mafioser Strukturen in Berlin", sondern nach aktuellen Ermittlungsergebnissen [...] mehr...
Sie wurde durch Berliner-Mafia ermordet, weil sie ihr im Wege war - und die Berliner Politik und Polizei kuschen vor dieser Mafia und faseln von Suizid !- Sizilien ist in Berlin ! Dank Wowi und Linken ! Vielen Dank Sozis [...] mehr...
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Staat wie Deutschland, der nach außen hin die Folter ächtet, überlässt einen verdächtigen Staatsbürger, dem von der deutschen Botschaft Unterstützung zugesichert wurde, [...] mehr...
Wie kann es sein, dass anscheinend intelligente Menschen es nicht schaffen, verschiedene Themenbereiche zu differenzieren. Ich sehe in diesem Forum, so viele geistig vernebelte Menschen, dass ich mir ernsthafte sorgen um unser [...] mehr...
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