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05.07.2010
 

Trotz neuer Sanktionen

Iranische Flugzeuge werden in Deutschland weiter betankt

Flugzeug der Linie Iran Air: BP ließ den Vertrag auslaufenZur Großansicht
AFP

Flugzeug der Linie Iran Air: BP ließ den Vertrag auslaufen

Entgegen anderslautender Vorwürfe aus Iran werden auf deutschen Flughäfen offenbar weiterhin iranische Linienmaschinen aufgetankt. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge ließ aber der Mineralölkonzern BP wegen neuer US-Sanktionen gegen den Iran einen Vertrag mit Iran Air auslaufen.

Berlin/Teheran - Der Sekretär des Verbandes iranischer Fluggesellschaften, Mehdi Alijari, hatte der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge gesagt, nach dem Inkrafttreten neuer Sanktionen der USA und anderer Länder gegen die Islamische Republik bekämen iranische Linienflugzeuge bereits seit Donnerstag auf Flughäfen in Deutschland, Großbritannien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten keinen Treibstoff mehr. Die drei Länder würden damit auf die Entscheidung des US-Kongresses reagieren, den Verkauf von Treibstoffen an Iran mit Strafmaßnahmen zu belegen.

Der Chef von Iran Air Deutschland, Muhammed Rajani, sagte der Nachrichtenagentur AFP dagegen, die Vorwürfe aus Iran seien "nicht korrekt". Flugzeuge würden weiterhin Treibstoff erhalten, so sei erst am Montagnachmittag von Frankfurt am Main aus ein Flugzeug nach Iran aufgebrochen. Das Verkehrsministerium in Berlin erklärte, das Betanken iranischer Passagiermaschinen sei weder nach den geltenden UN-Sanktionen noch nach den EU-Verordnungen zu einem Embargo gegen Iran verboten.

BP ließ Vertrag mit Iran Air auslaufen

Ein Sprecher der britischen Regierung sagte, er habe derzeit keine Kenntnis über Fälle, in denen Flugbenzin verweigert worden sei. Auch in Dubai wies ein Flughafensprecher die Vorwürfe zurück. Aus Dubai verlautete aber, ein "internationaler Treibstofflieferant" habe es auf mehreren Flughäfen weltweit abgelehnt, iranische Flugzeuge aufzutanken. Iran Air könne seinen Treibstoff aber aus anderen Quellen beziehen.

Der "Financial Times Deutschland" zufolge ließ der Energiekonzern BP den Vertrag mit Iran Air Ende Juni fristgerecht auslaufen. Dabei sollen die verschärften US-Sanktionen eine Rolle gespielt haben. Betroffen davon sei auch der Flughafen Hamburg. Dort habe eine Maschine der Iran Air am Sonntag kein Kerosin erhalten und habe deshalb nach Wien ausweichen müssen. Der "FTD" zufolge liefern aber der französische Mineralölkonzern Total und der kuwaitische Konzern Q8 weiterhin an iranische Flugzeuge.

Im Atomstreit mit Iran hatte der UN-Sicherheitsrat am 9. Juni weitere Sanktionen gegen das Land beschlossen. Zusätzlich verschärften die USA und die EU ihre Strafmaßnahmen. Der Westen fürchtet, dass Iran unter dem Deckmantel der friedlichen Kernkraftnutzung heimlich am Bau von Atomwaffen arbeitet. Teheran bestreitet dies.

luk/AFP/dpa

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Der Iran ist in Asien von mächtigen Nachbarn umgeben und ich denke mal auch die iranische Führung weis, daß unbedachte Handlungen sehr schnell zum eigenen Nachteil werden können. Hätte es selbst ein nukleares Potenzial; das der [...] mehr...

12.09.2010 von Gandhi: Haben China und Russland ein Interesse daran,

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12.09.2010 von glücklicher südtiroler: Iran, Sanktionen, Nachbarn...

Natürlich haben die Russen kommerzielle Interessen; was Gegenteiliges hab' ich auch nicht geschrieben... Aber nicht nur die Russen haben kommerzielle Interessen im Iran... China is now Iran's top trading partner [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

Geschichte

Sanktionen

Nahost

Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung

Uran und Atomwaffen

Uran

Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.

Anreicherung

Einsatz in Atomwaffen






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