Brüssel - Im Atomstreit mit Iran hat die Europäische Union die bisher umfangreichsten Sanktionen gegen das Land beschlossen. Sie gehen weit über die im Juni vom Uno-Sicherheitsrat beschlossenen Strafmaßnahmen hinaus.
Die EU wolle der Regierung in Teheran unmissverständlich deutlich machen, dass sie an den Verhandlungstisch zurückkehren müsse, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP). "Dass Europa hier zusammensteht und auch eine klare Sprache spricht, das wird nicht ohne Wirkung jenseits der Rhetorik in Iran sein." Iran hatte der EU am Wochenende mit einer harten Antwort gedroht.
Die EU-Außenminister verabschiedeten in Brüssel eine umfangreiche Sanktionsliste, sie soll schon in den kommenden Tagen gelten. Vorgesehen sind:
Iran überreichte am Montag als Antwort auf die von der EU beschlossenen Sanktionen einen offiziellen Brief an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Der iranische IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanieh sagte vor Journalisten in Wien, sein Land mache in dem Brief deutlich, dass es zu weiteren Verhandlungen über das für einen Forschungsreaktor in Teheran benötigte Uran bereit sei. Die IAEA teilte mit, sie habe das Schreiben an die Regierungen von Frankreich, Russland, den USA sowie Brasiliens und der Türkei weitergeleitet.
Die Weltgemeinschaft verdächtigt Iran, unter dem Deckmantel der nuklearen Stromerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran wies den Vorwurf stets zurück, erschwerte in der Vergangenheit aber immer wieder unabhängige Kontrollen seiner Atomanlagen. Anfang Juli hatten bereits die USA schärfere Sanktionen gegen die Islamische Republik verabschiedet.
Anfang September will Iran mit den fünf Uno-Vetomächten und Deutschland nach fast einem Jahr Stillstand wieder über sein Atomprogramm verhandeln, kündigte Außenminister Manuchehr Mottaki am Wochenende an. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und der Chef-Unterhändler Irans zum Atomprogramm, Said Dschalili, haben bereits Kontakt miteinander aufgenommen.
kgp/dpa/AFP/apn/Reuters
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Der Iran ist in Asien von mächtigen Nachbarn umgeben und ich denke mal auch die iranische Führung weis, daß unbedachte Handlungen sehr schnell zum eigenen Nachteil werden können. Hätte es selbst ein nukleares Potenzial; das der [...] mehr...
dass andere Staaten in der Region Atomwaffen besitzen? Wohl kaum. China und Russland haben ein Interesse daran, dass die Region ruhig bleibt. Das zwingt sie dazu, gegen die Interessen der anderen Seite zu arbeiten, quasi als [...] mehr...
Israel ist zumindest nicht auf Auslandshilfe angewiesen wie eine der renommierten Rating-Agenturen belegt.. Israel is emerging from the global recession faster than many other countries, although it's now struggling to [...] mehr...
Ich denke nicht, dass Russland und China, die beide seit Jahren gegen den islamistischen Terror kämpfen (die einen im Kaukasus, die anderen in Sinkiang) großes Interesse am Wohlergehen des Islamismus a la Teheran haben. [...] mehr...
Natürlich haben die Russen kommerzielle Interessen; was Gegenteiliges hab' ich auch nicht geschrieben... Aber nicht nur die Russen haben kommerzielle Interessen im Iran... China is now Iran's top trading partner [...] mehr...
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