Von Hasnain Kazim, Islamabad
Indien ist wegen der Waffengeschäfte der USA mit Pakistan besorgt. Was Washington an Waffen, Munition und Ausrüstung an Pakistan liefere, sei "völlig unangemessen", sagte Indiens Verteidigungsminister Arackaparambil Kurian Antony der indischen Nachrichtenagentur PTI. Er warne davor, dass Pakistan die Waffen nicht wie von den USA beabsichtigt gegen Terroristen, sondern gegen Indien einsetzen könne. Er habe diese Bedenken schon in der vergangenen Woche gegenüber dem US-Sicherheitsberater James Jones und dem obersten amerikanischen Soldaten, Admiral Mike Mullen, geäußert. "Wir befürchten die Möglichkeit, dass Pakistan diese ausgeklügelte Ausrüstung gegen Indien verwenden könnte."
Durch die Veröffentlichung von Tausenden von US-Dokumenten zum Afghanistan-Krieg am Wochenende auf der Internetplattform WikiLeaks waren erneut Zweifel an der Rolle Pakistans bei der Bekämpfung von Terroristen aufgekommen. Den Papieren zufolge soll der pakistanische Geheimdienst ISI nach wie vor die Taliban unterstützen.
Nach afghanischen und amerikanischen Geheimdienstinformationen will Pakistan unbedingt den Einfluss Indiens in Afghanistan klein halten. Den Geheimdiensten zufolge soll der ISI Verbindungen zu jenen Militanten gehabt haben, die 2008 einen Selbstmordanschlag auf die indische Botschaft in Kabul ausführten. Dabei starben 58 Menschen, mehr als 140 wurden verletzt.
Pakistan, das in Zeiten der sowjetischen Besetzung Afghanistans die Mudschahidin aufgebaut, ausgebildet und mit Unterstützung der CIA finanziert hatte, unterstützte auch nach dem Rückzug der Roten Armee 1989 die Aufständischen, aus denen unter anderem die Taliban hervorgingen. Als die Taliban nahezu ganz Afghanistan eroberten, erkannte Pakistan als erster Staat das Taliban-Regime an. Erst mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 entschloss sich Pakistan auf Druck aus Washington, als Partner der USA im Anti-Terror-Krieg zu kämpfen.
Heimliche Förderung der Taliban
Indien wirft Pakistan vor, sich nie vollständig von den Taliban losgesagt und sie heimlich weiter gefördert zu haben. Ebenso kritisiert Neu-Delhi, Pakistan unterstütze diverse andere Terrororganisationen wie zum Beispiel Lashkar-i-Toiba, die 1989 in Afghanistan gegründet wurde, ihre Zentrale aber nahe der pakistanischen Metropole Lahore haben soll und für die Loslösung Kaschmirs von Indien kämpft. Offiziell ist die Organisation in Pakistan verboten, US-Geheimdienste gehen aber davon aus, dass der ISI sie dennoch unterstützt.
Indien und Pakistan haben seit der Teilung des ehemals britisch besetzten Subkontinents im Jahr 1947 drei Kriege gegeneinander geführt. Seit den Terroranschlägen auf die indische Hafenmetropole Mumbai Ende 2008 durch islamische Extremisten ist das Verhältnis zwischen beiden Ländern wieder angespannt. Indien beschuldigt auch hier Lashkar-i-Toiba, die Angriffe geplant und ausgeführt zu haben.
Derzeit streiten Islamabad und Neu-Delhi außerdem über die Nutzung des Indus-Wassers: Indien will das Wasser des Indus nahe der Quelle stauen und zur Stromerzeugung nutzen. Der größte Teil des Indus fließt jedoch durch Pakistan, die Landwirtschaft ist hier vom Induswasser abhängig. Pakistanische Landwirte befürchten nun, Indien könnte die Wassermenge regulieren und womöglich reduzieren.
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Pakistan ist eine ausgezeichnete Waffe Chinas gegen amerikas Hegemonialstreben in diesem Gebiet. Auch wenn sie jetzt kurzfristig geduldet werden, so ist ein US dominiertes Afghanistan eine große langfristige Gefahr für Chinas [...] mehr...
Die USA wird aus den Fehlern nicht klug. Der groesste Fehler war die Absetzung Husseins. Dass ein instabiles Land wie Pakistan Atomwaffen besitzt, ist unverantwortlich. Pakistan sollte man stuerzen und es dann Indien [...] mehr...
Wer sagt, das Pakistan seine Bewaffnung gegen Indien einsetzen könnte? Pakistan könnte diese ebenso - und dann mit Erlaubnis der USA - gegen Iran einsetzen. Das würde viel mehr Sinn machen. mehr...
versaut den indischen Kontinent nicht so, wie ihr den ME, Afghanistan und Pakistan versaut habt durch Geschäfte mit Leuten, die nur ihre religiöse Agenda im Kopf haben und die Amerikaner als nützliche Idioten missbrauchen und [...] mehr...
Pakistan wurde von den rechten US-Regierungen unterstützt, weil Indien im Kalten Krieg eine blockfreie Position einnahm und den US-Falken deshalb als "pro-kommunistisch" galt. Insbesondere die islamischen Fanatiker in [...] mehr...
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