Bagdad - Bei einer Reihe von Angriffen im Norden der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag mindestens 18 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.
Unter den Toten im Sunniten-Viertel Adhamija seien neun Sicherheitskräfte, wie das Innenministerium mitteilte. Bewaffnete Männer hätten zunächst drei Soldaten an einer Straßensperre getötet, 13 weitere Menschen seien danach Bomben zum Opfer gefallen. Die Sprengsätze seien an Straßen platziert gewesen, die zum Ort der Auftaktschießerei führten. Insgesamt habe die Angriffsserie etwa eine Viertelstunde gedauert.
In der Stadt Falludscha starben zudem zwei sunnitische Prediger bei einem Sprengstoffangriff neben einer Moschee. Seit Wochen gibt es immer wieder schwere Anschläge im Irak, allein seit dem Wochenende kamen dabei mehrere Dutzend Menschen ums Leben.
Trotz der neuen Gewaltserie äußerte sich US-Vizepräsident Joe Biden optimistisch über die Lage im Irak nach dem geplanten Abzug der amerikanischen Kampfeinheiten Ende August. Auf die Frage, ob es zu einer "Explosion der Gewalt" kommen könne, antwortete Biden im Gespräch mit dem TV-Sender NBC: "Ich kann nichts garantieren." Er sei aber bereit, "alles darauf zu wetten, dass eine solche Explosion nicht stattfinden wird".
Biden hob hervor, dass nach dem Abzug der meisten US-Truppen immer noch 50.000 US-Soldaten die irakische Armee unterstützen würden. Sie sollen bis Ende kommenden Jahres im Land bleiben, um irakische Soldaten auszubilden und die Armee zu beraten.
can/AFP/dpa
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