Paris - In der US-Botschaft in Paris ist wegen einer womöglich giftigen Substanz in der Post am Freitag kurzzeitig Alarm ausgelöst worden. Zwei Mitarbeiter ließen sich in einer Klinik untersuchen, weil sie sich unwohl fühlten, nachdem sie mit einem verdächtigen Brief zu tun hatten.
Der Umschlag wurde zur Untersuchung ins Labor gebracht, das Gebäude wurde aber nicht evakuiert: "Das Leben in der Botschaft läuft normal weiter", sagte ein Sprecher noch vor Bekanntgabe der vorläufigen Untersuchungsergebnisse. Dann stellte sich heraus: Der Umschlag war harmlos.
In den USA waren 2001 fünf Menschen durch Milzbrand-verseuchte Briefe gestorben. Als einziger Verantwortlicher wurde ein Wissenschaftler, ein früherer Biowaffen-Experte der US-Regierung, von der Justiz benannt. Es gab in den folgenden Jahren viele Nachahmertaten mit ungefährlichen Substanzen.
Die Milzbrand-Attacken hatten die USA kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wochenlang in Atem gehalten und die Sorge genährt, radikalislamische Terrorgruppen wie al-Qaida könnten mit biologischen Waffen ausgerüstet sein.
kgp/AFP/Reuters/apn
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