New York - Bisher wurden 137 Afghanen auf der Terrorliste der Vereinten Nationen geführt - jetzt sind es fünf weniger. Mit Abdul Hakim Mudschahid Mohammed Awrang sei ein ehemaliger afghanischer Gesandter bei der Uno von der Liste gestrichen worden, teilte die österreichische Uno-Vertretung mit. Österreich leitet die Kommission, die für eine nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erstellte Liste mit mutmaßlichen Taliban und Qaida-Mitgliedern zuständig ist.
Bei den übrigen Afghanen, die per einstimmigem Votum von der Liste gestrichen wurden, handelte es sich den Angaben zufolge um die ebenfalls nicht mehr aktiven Taliban-Kommandeure Abdul Satar Paktin und Abdul Salam Saif. Zudem wurden die zwei mittlerweile verstorbenen Taliban Abdul Samad Chaksar und Mohammed Islam Mohammadi von der Liste entfernt.
Anfang Juli hatte eine afghanische "Friedensdschirga" - eine traditionelle Versammlung, die Präsident Hamid Karzai einberufen hatte - verlangt, insgesamt 70 Namen zu streichen. Die Uno teilte später mit, sie prüfe die Streichung von zehn Taliban von der Terrorliste. Dies ist gemäß der Uno-Resolution 1267 von 1999 mit dem Einfrieren von Vermögen, Einreiseverboten und dem Ausschluss von Waffenlieferungen verbunden.
Auf die Streichung einiger Taliban von der Uno-Terrorliste arbeitete die afghanische Regierung als Teil ihrer Versöhnungspolitik hin. Sie will Taliban, die der Gewalt abschwören, die afghanische Verfassung anerkennen und keine Verbindungen zu Terroristen unterhalten, in die Gesellschaft einbinden. Die internationale Gemeinschaft legte für die Reintegration von Mitläufern der Taliban ein Programm im Umfang von rund 50 Millionen Euro auf. Auch die Bundesregierung unterstützt das Programm finanziell.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), sagte in einem am Freitag veröffentlichten SWR-Interview, ohne Verhandlungen mit den Taliban sei in Afghanistan weder Frieden noch Stabilität zu erreichen. "Frieden machen Sie ja nicht mit ihren Freunden. Frieden machen Sie mit dem Feind", sagte der vor 100 Tagen ins Amt berufene Löning. "Und am Ende des Tages wird kein Weg daran vorbeiführen, dass der eine oder andere auch in Kontakt mit den Taliban sein wird." Es müssten Gespräche geführt und dann die Ergebnisse bewertet werden.
wit/AFP
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Ich fange mit der Frage an, ob dieser Artikel eine Nachricht ist oder viel mehr es handelt sich um einen Bericht oder Kommentar. Sollte man ihn als Kommentar auffassen, dann vermisse ich in dem Artikel eine Auswertung oder ein [...] mehr...
Du lehnst also Verhandlungen mit Taliban ab. Das muss dann wohl im Umkehrschluss bedeuten, dass du weißt, wie man diese militärisch besiegen kann. Wie wäre es, wenn du mal Petraeus anrufst, und ihm deine Strategie verrätst? Ich [...] mehr...
ok frieden um jeden PREIS. ich will gar nicht erst anfangen zu polemesieren. aber das ist doch schon mehr als doppelmoral. wäre man mit dem 3.reich genauso verfahren möchte ich garnicht wissen wie unsere heutige [...] mehr...
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