Kampala - Knapp drei Wochen nach den Terroranschlägen somalischer Extremisten in Kampala hat die ugandische Staatsanwaltschaft am Freitag gegen drei Tatverdächtige Anklage erhoben. Die Kenianer somalischer Abstammung im Alter von 25, 27 und 42 Jahren müssen sich wegen 76-fachen Mordes, zehnfachen versuchten Mordes und Terrorismus verantworten.
Während des Finales der Fußballweltmeisterschaft waren bei Selbstmordanschlägen in zwei Lokalen 76 Fußballfans getötet worden. Ein dritter Sprengsatz wurde später in einem Nachtclub entdeckt. Zu den Anschlägen bekannte sich die radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz aus Somalia, die sich damit für die Beteiligung ugandischer Soldaten an dem Friedenseinsatz der Afrikanischen Union in Somalia rächen wollte. Es war der erste Anschlag der Miliz außerhalb Somalias, wo die Gruppe weite Teile des Landes kontrolliert.
Die drei in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehaltenen mutmaßlichen Terroristen müssen am 27. August erneut vor Gericht erscheinen. Die somalischen Sicherheitsbehörden hatten nach den Anschlägen mehr als 20 Menschen festgenommen. Die meisten von ihnen sind somalischer Abstammung.
luk/AFP/dpa
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