Jerusalem - Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Samstag Ziele im Gaza-Streifen angegriffen und ein ranghohes Hamas-Mitglied getötet. Elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die radikal-islamische Organisation am Samstag mit.
Bei dem 40 Jahre alten Todesopfer handelt es sich nach palästinensischen Angaben um eine Führungsfigur des militärischen Arms der Hamas-Organisation, Eassa al-Batran. Der Mann soll bereits mehrmals Ziel israelischer Angriffe gewesen sein. Seine Frau und seine fünf Kinder sollen bei der mehrwöchigen israelischen Offensive im Gaza-Streifen im Dezember 2008 umgekommen sein.
Die Organisation kündigte umgehend an, sich für den Tod ihres Anführers rächen zu wollen. "Wir versprechen, uns für das vergossene Blut unseres Märtyrer zu rächen", heißt es in einem Flugblatt der Hamas. "Wir werden den bewaffneten Widerstand fortsetzen, bis der Sieg mit Gottes Hilfe errungen ist."
Den Informationen zufolge attackierten israelische Kampfflugzeuge drei unterschiedliche Ziele im Gaza-Streifen. Ein Angriff galt einem Trainingscamp der Polizei im Gaza-Streifen, ein weiterer einem Schmuggler-Tunnel nach Ägypten und der dritte einem Wohnwagen sowie einer Goldschmiede.
Zuvor hatten palästinensische Extremisten den Ort Aschkelon in Südisrael beschossen. Es war der erste Raketenangriff auf Aschkelon seit Ende des Gaza-Krieges im Januar 2009. Bei der Rakete handelte es sich um ein russisches Modell vom Typ Grad. Verletzt wurde niemand.
ffr/dpa/apn
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