Hamburg - Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat den Militäreinsatz in Afghanistan scharf kritisiert: Dieser Einsatz diene "weder der hiesigen Sicherheit, noch stabilisiert er dauerhaft die Sicherheit der Region", schreibt der Sozialdemokrat in einem Beitrag für den SPIEGEL. Die Besatzer würden "tagtäglich den Stolz der Afghanen verletzen, die sich fremdbestimmt fühlen". Man würde zudem Gründe für den Widerstand der Taliban liefern. Körting plädiert deshalb für eine Rückzugsplanung unabhängig davon, ob die früher benannten Ziele des Einsatzes erreicht sind.
Wie prekär die Sicherheitslage ist, wurde am Samstag deutlich: Bei einem Selbstmordanschlag im nordafghanischen Kunduz wurden nach Angaben der Bundeswehr mehrere Zivilisten getötet und verletzt. Deutsche Soldaten seien zum Zeitpunkt des Anschlags nicht im Stadtgebiet gewesen, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mit. Das Rettungszentrum des Regionalen Wiederaufbauteams in Kunduz helfe bei der Versorgung der Verletzten.
Nach Angaben des stellvertretenden Polizeichefs der Provinz, Abdul Rahman Haktasch, sprengte sich der Selbstmordattentäter bei einem Fußballspiel in die Luft und riss einen früheren regierungstreuen Milizchef, dessen Leibwächter und einen Polizisten mit in den Tod. Nach Informationen des Kabuler Innenministeriums wurden 19 Menschen durch die Explosion verletzt.
Zudem wurde am Abend eine gemeinsame Patrouille von Bundeswehrsoldaten und Soldaten der afghanischen Armee zwölf Kilometer nördlich von Pol-e-Chomri mit Handwaffen beschossen, gab die Bundeswehr bekannt. Das Gefecht dauere noch an, hieß es am frühen Samstagabend. Bislang seien keine Verwundeten gemeldet worden. Pol-e-Chomri liegt in der an Kunduz angrenzenden Provinz Balch.
jul/AP/AFP
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ich ebenfalls jeden einzelnden Toten in den leider zahllosen Kriegen auf dieser Welt, und erst recht in denen die wir schon wieder mitverantworten oder in denen wir gar mitmischen finde ... Eines müssen Sie bedenken: In [...] mehr...
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