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03.08.2010
 

Afghanistan-Einsatz

SPD-Verteidigungsexperte kritisiert Petraeus-Leitlinien

US-General David Petraeus: "Unsere Zähne in das Fleisch der Aufständischen rammen"Zur Großansicht
AP

US-General David Petraeus: "Unsere Zähne in das Fleisch der Aufständischen rammen"

US-General David Petraeus hat die SPD mit der harschen Wortwahl in seinen Afghanistan-Leitlinien irritiert: Deutschland solle sich den Ton "nicht unbedingt zu eigen machen", sagte SPD-Verteidigungsexperte Arnold.

Berlin - Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold hat deutliche Kritik am Oberkommandierenden der Afghanistan-Schutztruppe Isaf geübt. Arnold wies die Wortwahl von US-General David Petraeus in dessen jüngsten Weisungen an die alliierten Soldaten zurück. "Der Ton ist ein Stück weit amerikanisches Denken", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Dies sollten wir Deutschen uns nicht unbedingt zu eigen machen. Wir reden auch bei schwersten Terroristen über Menschen."

Die USA hätten hier einen anderen Sprachgebrauch, sagte Arnold. "Das führt bei den Bürgern und möglicherweise auch beim einen oder anderen Soldaten zu Missverständnissen."

In den von US-General Petraeus jüngst herausgegebenen Leitlinien, die sich auch an die deutschen Soldaten wenden, heißt es unter anderem, der "Feind" in Afghanistan müsse ohne Unterlass verfolgt werden. "Zusammen mit unseren afghanischen Partnern müssen wir unsere Zähne in das Fleisch der Aufständischen schlagen und nicht mehr lockerlassen."

Die Bundesregierung hatte die Petraeus-Leitlinien zum Schutz der Zivilbevölkerung gelobt. Die entsprechenden Passagen in dem vierseitigen Text seien "ausgesprochen stark formuliert", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans am Montag. Steegmans sagte, die Bundesregierung lege Wert darauf und hebe auch hervor, dass General Petraeus ausdrücklich betone, das die Anstrengungen, zivile Opfer zu reduzieren, weiter fortgesetzt werden müssten. "Das ist ein Ansatz, den wir hervorheben und unterstützen."

Bundeswehrsprecher Christian Dienst räumte ein, es handele sich um eine Sprache, "die auch nach unten leicht verstanden wird". Er wies aber darauf hin, dass in dem Papier, das für alle Soldaten in Afghanistan verbindlich sei, auch die sehr eindringliche Anweisung enthalten sei, "mit dem minimalsten Ansatz von militärischer Gewalt" an die Zivilbevölkerung heranzutreten.

hen/apn/ddp

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insgesamt 17 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
05.08.2010 von austynas: Ja, das Uebersetzen!

Gut beobachtet! Wer das Wort "Fleisch" in den deutschen Satz hereingeholt hat, wollte natuerlich, dass die Amerikaner wieder einmal als besonders blutruenstig erscheinen sollen. Und dieser Satz wird jetzt immer wieder [...] mehr...

03.08.2010 von seine_unermesslichkeit: ...

Bitte üben Sie Nachsicht. So manchem Foristen ist der Gebrauch ostzonaler Worthülsen dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie sich selbst 20 Jahre nach der deutschen Einheit davon nicht losreissen können! mehr...

03.08.2010 von Hans58:

OEF in AFG ist ein US-geführter Einsatz, an dem sich D bis vor etwa 3 Jahren beteiligt hat. ISAF ist ein reiner UN-Einsatz, den die UN von 2001 bis 2003 selbst führte und dann erst die mil. Führung der NATO übertrug (soweit [...] mehr...

03.08.2010 von friedrichii: ach

Schön, daß Sie wieder mal Ihre Floskeln vom "völkerrechtswidrigen und verbrecherischen Angriffskrieg" losgeworden sind - und damit solls gut sein. mehr...

03.08.2010 von whatamoron: .

So weit ich weiß wird der Afghanistaneinsatz als erster Vertedigungsfall der NATO interpretiert un die UN hat daran nichts auszusetzen. Der Irakkrieg andererseits war ein ANgriffskrieg und somit völkerrechtswidrig. [...] mehr...

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Fläche: 652.225 km²

Bevölkerung: 31,412 Mio.

Hauptstadt: Kabul

Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai

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