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09.08.2010
 

Geschäft mit den Saudis

Waffen-Deal bringt US-Regierung in Bredouille

Saudische F-15-Jets: Neue Lieferung aus den USA - ohne Langstreckenwaffen?Zur Großansicht
AP

Saudische F-15-Jets: Neue Lieferung aus den USA - ohne Langstreckenwaffen?

Washington plant laut "Wall Street Journal" ein heikles Waffengeschäft. Weil Saudi-Arabien das iranische Atomprogramm fürchtet, will Obamas Regierung dem arabischen Land Kampfjets verkaufen - für 30 Milliarden Dollar. Doch ein anderer Verbündeter der USA torpediert den Deal: Israel.

Hamburg - Die USA planen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge einen milliardenschweren Waffendeal mit Saudi-Arabien. Das Geschäft umfasst demnach auch die Lieferung von F-15-Kampfjets. Für zehn Jahre sei der Vertrag angelegt, schreibt die Zeitung. Das Auftragsvolumen umfasse 30 Milliarden Dollar. Es wäre einer der größten Einzelverkäufe dieser Art überhaupt.

Doch die Amerikaner werden ihren Kunden wohl nicht die modernste Version des Flugzeugs verkaufen können. Hintergrund: Israel sorgt sich um seine Sicherheit. Unter Berufung auf Diplomaten und Regierungsmitarbeiter schreibt die Zeitung, die USA könnten den Saudis daher nur eine abgerüstete Version des Jets ausliefern. Ohne Langstreckenwaffensysteme zum Beispiel. Ältere Versionen der Maschine besitzt das Land bereits.

Die USA haben sich Israel gegenüber zum Austausch von Informationen über solche Aufträge verpflichtet. Der Kongress kann Waffengeschäfte sogar blockieren, sollten sie den Sicherheitsinteressen Israels zuwiderlaufen. Dem müssen die Unterhändler in den Verhandlungen Rechnung tragen.

Zeichen der Stärke gegen Iran

Hinter der Aufrüstung der Saudis steht der Plan Washingtons, den Einfluss Irans in der Region kleinzuhalten. Die USA und etliche andere westliche Staaten werfen Iran vor, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten - unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie. Sowohl die Uno als auch die EU haben in letzter Zeit ihre Sanktionen gegen Teheran verschärft. Das Regime um Präsident Mahmud Ahmadinedschad geht darauf allerdings bisher nicht ein.

Israel wiederum ist von der Sorge um die eigene Sicherheit im Nahen Osten getrieben. Die Regierung besteht auf militärischer Überlegenheit gegenüber den Nachbarstaaten und kann dabei traditionell auf die Hilfe aus dem Weißen Haus hoffen. Dass Washington nun Saudi-Arabien, das Israel als Rivalen betrachtet, mit hochmodernen Waffen ausrüstet, stößt dem Bericht zufolge in Jerusalem auf Unverständnis.

"Israel ist nicht das einzige Land, das um seine Sicherheit fürchtet"

Die israelische Armee gilt als eine der schlagkräftigsten der Welt. Die Luftwaffe verfügt unter anderem über US-Kampfflugzeuge der Typen F16 und F15. Erst 2007 hatte Israel sich mit den USA auf Waffenlieferungen im Wert von ebenfalls 30 Milliarden Dollar geeinigt.

Die Auslieferung einer abgespeckten Version der F15 könnte nun ein Kompromiss sein, auf den sich die Israelis einlassen. Anfang Juli hatte die israelische Tageszeitung "Haaretz" berichtet, Jerusalem wolle das gesamte Geschäft stoppen. Davon ist nun offenbar nicht mehr die Rede.

Ein Pentagon-Sprecher wollte sich gegenüber dem "Wall Street Journal" nicht zu den Details äußern. Man habe sich jedoch während der Verhandlungen laufend mit Israel abgestimmt und nehme die Bedenken ernst. "Aber Israel ist nicht das einzige Land in der Region, das um seine Sicherheit fürchtet", sagte er. "Und wir haben auch anderen Verbündeten gegenüber Verpflichtungen."

ffr

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Die neuesten Beiträge:
14.08.2010 von CAJ:

Sie haben offenbar genausowenig Ahnung wie all die anderen die das mit den Millionensponsoring schreiben .... Machen ie sich einfach m,al schlau was andere Länder bzw. die Bundeswehr für diese Boote und deren Vorgänger bezahlen [...] mehr...

12.08.2010 von greysilent: das Öl als Fluch für die arabischen Völker

Ich weiss, deswegen mein Bedauern. So lange ohne reale Wirtschaftsleitung die Petrodollars fließen, wird die Bevölkerung dort weiterhin bettelarm sein, die Minderheiten weiter gefoltert, verfolgt und ermordet werden, die [...] mehr...

12.08.2010 von greysilent: die Graustufen der Hamas

Ich halte es für treffend, aus ihrer naiven Vorstellung, man könne die Kassams ja anders aufhalten (natürlich ohne zu sagen wie), kann man nur einen Witz machen. Denn zu etwas Anderem ist so etwas derart Absurdes und [...] mehr...

12.08.2010 von greysilent: Folterrechte wichtiger als Menschenrechte?

http://www.youtube.com/watch?v=g3rUFdXHhgs&feature=related Und weil es so unheimlich schwer ist, diese herzensguten Leute als Agressor zu identifizieren, liefert denen Deutschland auch Schießeisen. ---Zitat--- Und [...] mehr...

11.08.2010 von greysilent: Tatütata

Die Polizei von Gaza ist zu diesem Zeitpunkt bereits im Einsatz, sie feuert Raketen und sucht Kinder um sie vor den Rampen zu platzieren. ---Zitat--- Hier und da ergeben sich ja mal Möglichkeiten bei der UN aber Israel [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

Geschichte

Sanktionen

Nahost

Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung


Länderlexikon Israel

Fläche: 22.072 km²

Bevölkerung: 7,418 Mio.

Regierungssitz: Jerusalem

Staatsoberhaupt: Schimon Peres

Regierungschef: Benjamin Netanjahu

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