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13.08.2010
 

WikiLeaks

USA warnen vor Veröffentlichung weiterer Afghanistan-Dokumente

Julian Assange: Der WikiLeaks-Chef will weitere Afghanistan-Dokumente veröffentlichenZur Großansicht
AP

Julian Assange: Der WikiLeaks-Chef will weitere Afghanistan-Dokumente veröffentlichen

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks will 15.000 weitere Geheimdokumente zum Krieg in Afghanistan veröffentlichen - die US-Regierung ist alarmiert: Ein solcher Schritt wäre "der Gipfel der Verantwortungslosigkeit", so das Verteidigungsministerium.

Washington - Schon die Ankündigung von WikiLeaks sorgt für Empörung bei der US-Regierung: Die Enthüllungsplattform "würde einen Fehler verschlimmern, der bereits das Leben zu vieler Menschen gefährdet hat", sagte Pentagonsprecher Geoff Morrell. Die Pläne von WikiLeaks seien "der Gipfel der Verantwortungslosigkeit".

Der Zorn gilt Julian Assange, Chef von WikiLeaks. Er hatte am Donnerstag über eine Videoverbindung angekündigt, WikiLeaks wolle demnächst rund 15.000 weitere Geheimdokumente über den Krieg in Afghanistan veröffentlichen. Man sei etwa durch die Hälfte dieser Papiere durch, sagte er. Einen Zeitpunkt für die Publizierung nannte Assange nicht.

Bereits Ende Juli hatte Wikileaks unter dem Titel "Afghan War Diary" (Afghanisches Kriegstagebuch) eine brisante Sammlung von Zehntausenden US-Militärakten aus den Jahren 2004 bis 2010 veröffentlicht, darunter viele Frontberichte - der SPIEGEL, die "New York Times" und der "Guardian" hatten das Material geprüft. Das Pentagon hatte Ermittlungen eingeleitet, um herauszufinden, wer der Enthüllungsplattform die Dokumente zugespielt hat.

Sprecher der Taliban erklärten, sie würden das Material nutzen, um Personen auf die Spur zu kommen, die sie als Kollaborateure betrachten. Dies löste Sorgen bei Menschenrechtsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen aus. Deren Generalsekretär Jean-Francois Julliard schrieb in einem offenen Brief an Assange, Wikileaks handele mit der Veröffentlichung des Materials "unglaublich unverantwortlich". Die Identität Hunderter von Menschen offen zu legen, die mit der Nato in Afghanistan zusammen gearbeitet hätten sei "hoch gefährlich". Wikileaks wies die Kritik zurück. Sie beruhe "auf einem Haufen Äußerungen, die wir nie gemacht haben", hieß es auf der Twitter-Seite der Enthüllungsplattform.

hen/dpa/apn

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insgesamt 1174 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
29.03.2011 von fanfaron:

Ja, genau so isses. Was waren das noch für Zeiten als der SPIEGEL noch so einiges aufdeckte und sich mehrere "SPIEGEL Affairen" gönnte. (Neue Heimat, FJS etc). Oder auch die WASHINGTON POST mit der Watergate Affaire. mehr...

29.03.2011 von franzdenker: Yes.

WIKELEAKS macht die Arbeit, die wir uns eigentlich von den Medien wünschen. Man könnte auch sagen: Wikileaks deckt auf und informiert, die hiesigen Medien unterhalten und machen Meinung. mehr...

26.03.2011 von schmuggi29@gmx.de: als "otto normal-verbraucher"....

als "otto normal-verbraucher".... der "die wahrheit" nicht immer kennt, sie gerne wissen wollte und sie liebt, weil er darauf angewiesen ist, denn ohne wahrheit stirbt der mensch,... die staaten,....die [...] mehr...

26.03.2011 von oriam: aufklärung ist der erste schritt zur selbstreinigung

na ich warte auf den moment wo ein schuh bei einer pressekonferenz auf westerwelle geworfen wird. wenn man aber die presseerklärung vom libyschen aussenminister sieht, der da vielsagend lacht und die namen der staaten kund tut [...] mehr...

20.03.2011 von stephan87: Nein, das sehe ich nicht so

Das sehe ich nicht so. Ich verstehe den Schluss, den Sie ziehen, allerdings widerspreche ich in der ersten Annahme, dass "nur wer Schlimmes im Schilde führt, seine Taten verschweigt.". Wer schon einmal einen [...] mehr...

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Fläche: 652.225 km²

Bevölkerung: 31,412 Mio.

Hauptstadt: Kabul

Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai

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