Washington - Schon die Ankündigung von WikiLeaks sorgt für Empörung bei der US-Regierung: Die Enthüllungsplattform "würde einen Fehler verschlimmern, der bereits das Leben zu vieler Menschen gefährdet hat", sagte Pentagonsprecher Geoff Morrell. Die Pläne von WikiLeaks seien "der Gipfel der Verantwortungslosigkeit".
Der Zorn gilt Julian Assange, Chef von WikiLeaks. Er hatte am Donnerstag über eine Videoverbindung angekündigt, WikiLeaks wolle demnächst rund 15.000 weitere Geheimdokumente über den Krieg in Afghanistan veröffentlichen. Man sei etwa durch die Hälfte dieser Papiere durch, sagte er. Einen Zeitpunkt für die Publizierung nannte Assange nicht.
Bereits Ende Juli hatte Wikileaks unter dem Titel "Afghan War Diary" (Afghanisches Kriegstagebuch) eine brisante Sammlung von Zehntausenden US-Militärakten aus den Jahren 2004 bis 2010 veröffentlicht, darunter viele Frontberichte - der SPIEGEL, die "New York Times" und der "Guardian" hatten das Material geprüft. Das Pentagon hatte Ermittlungen eingeleitet, um herauszufinden, wer der Enthüllungsplattform die Dokumente zugespielt hat.
Sprecher der Taliban erklärten, sie würden das Material nutzen, um Personen auf die Spur zu kommen, die sie als Kollaborateure betrachten. Dies löste Sorgen bei Menschenrechtsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen aus. Deren Generalsekretär Jean-Francois Julliard schrieb in einem offenen Brief an Assange, Wikileaks handele mit der Veröffentlichung des Materials "unglaublich unverantwortlich". Die Identität Hunderter von Menschen offen zu legen, die mit der Nato in Afghanistan zusammen gearbeitet hätten sei "hoch gefährlich". Wikileaks wies die Kritik zurück. Sie beruhe "auf einem Haufen Äußerungen, die wir nie gemacht haben", hieß es auf der Twitter-Seite der Enthüllungsplattform.
hen/dpa/apn
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Ja, genau so isses. Was waren das noch für Zeiten als der SPIEGEL noch so einiges aufdeckte und sich mehrere "SPIEGEL Affairen" gönnte. (Neue Heimat, FJS etc). Oder auch die WASHINGTON POST mit der Watergate Affaire. mehr...
WIKELEAKS macht die Arbeit, die wir uns eigentlich von den Medien wünschen. Man könnte auch sagen: Wikileaks deckt auf und informiert, die hiesigen Medien unterhalten und machen Meinung. mehr...
als "otto normal-verbraucher".... der "die wahrheit" nicht immer kennt, sie gerne wissen wollte und sie liebt, weil er darauf angewiesen ist, denn ohne wahrheit stirbt der mensch,... die staaten,....die [...] mehr...
na ich warte auf den moment wo ein schuh bei einer pressekonferenz auf westerwelle geworfen wird. wenn man aber die presseerklärung vom libyschen aussenminister sieht, der da vielsagend lacht und die namen der staaten kund tut [...] mehr...
Das sehe ich nicht so. Ich verstehe den Schluss, den Sie ziehen, allerdings widerspreche ich in der ersten Annahme, dass "nur wer Schlimmes im Schilde führt, seine Taten verschweigt.". Wer schon einmal einen [...] mehr...
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