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13.08.2010
 

Afghanistan

Offensive gegen Taliban endet in Debakel

Afghanische Soldaten (Archivaufnahme): Debakel bei Offensive gegen Taliban Zur Großansicht
AFP

Afghanische Soldaten (Archivaufnahme): Debakel bei Offensive gegen Taliban

Die afghanische Armee soll ihr Land selbst sichern, das ist ein zentrales Ziel der Alliierten. Wie weit es noch in der Ferne liegt, zeigt jetzt ein tödlicher Zwischenfall: Taliban lockten eine Kampfeinheit in einen Hinterhalt - mindestens 10 Männer wurden getötet und 20 verschleppt.

Washington - Es müssten "hier noch viele Lektionen gelernt" werden. Das war das Fazit des US-Militärs nach einer verheerenden Niederlage der afghanischen Armee in der Nähe von Kabul: Eine 300 Mann starke Einsatzgruppe wurde nach Angaben der "New York Times" von Taliban-Kämpfern besiegt. Die afghanischen Kommandeure hätten sich schließlich nicht mehr anders zu helfen gewusst als Hilfe von ausländischen Soldaten anzufordern.

Mindestens zehn afghanische Soldaten wurden bei den Gefechten nach US-Angaben getötet, 20 weitere von den radikalislamistischen Kämpfern gefangen genommen und verschleppt. Dabei hatten die Afghanen bei ihrer Offensive eigentlich zeigen wollen, wie schlagkräftig sie schon sind.

Denn erst in dieser Woche hatte die Armee von Präsident Hamid Karzai bekanntgegeben, zwei Monate früher als geplant die anvisierte Mannschaftsstärke von 134.000 Soldaten zu erreichen. Bis 2014 soll sie die Verantwortung für die Sicherheit im eigenen Land von den Nato-geführten Truppen übernehmen.

Aus diesem Grund wurde von Anfang an auch keine Unterstützung der Nato angefordert, als in der vergangenen Woche die Offensive in einer zerklüfteten Region um das Dorf Bad Pakh in der Provinz Laghman begann. Ziel der afghanischen Armee: Die Taliban zu vertreiben, die in dieser Gegend besonders stark sind.

Ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums sagte gegenüber der "New York Times", die Pläne für die Offensive seien offenbar an die Taliban verraten worden. Die extremistischen Kämpfer hätten die Einsatzgruppe der afghanischen Armee in einem Hinterhalt erwartet. Wegen schlechten Wetters erhielten die Afghanen bei den Gefechten mit den Taliban auch keine Unterstützung durch eigene Helikopter.

Taliban-Sprecher Zabiullah Mujahid behauptet sogar, 27 afghanische Soldaten seien getötet und 14 verwundet worden. Sechs Panzer und 18 andere Fahrzeuge der afghanischen Armee seien zerstört worden. Die Taliban übertreiben erfahrungsgemäß jedoch gerne bei ihren Angaben.

Dennoch waren die Kämpfe so intensiv, dass das Internationale Rote Kreuz nach eigenen Angaben bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage war, Tote und Verwundete vom Schlachtfeld zu bergen. Denn es komme nach wie vor zu Gefechten.

Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, der neue Nato-Oberkommandeur David Petraues trete beim geplanten Abzug der US-Truppen aus Afghanistan auf die Bremse. Er verlange mehr Zeit von Präsident Barack Obama. Der General wolle von der kommenden Woche an öffentlich dafür werben, zum geplanten Beginn des Abzugs im kommenden Sommer nur wenige US-Soldaten in die Heimat zurückzuholen. Petraeus habe in seinen ersten sechs Wochen im neuen Amt festgestellt, dass für die Strategie der nachhaltigen Befriedung des Landes ein schneller Abzug vom kommenden Jahr an zu früh komme.

asc/AFP

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Es wird solange Krieg geben, solange es fremde Interessen an Afghanistan gibt. Mit der Teilung kann man es wohl besser ausplündern, mein lieber Doc. Sie können sich weiterhin an den Prof.Titel des Herrn Pedram anschmiegen, ich [...] mehr...

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15.08.2010 von Der Doc: Antwort

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Länderlexikon Afghanistan

Fläche: 652.225 km²

Bevölkerung: 31,412 Mio.

Hauptstadt: Kabul

Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai

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