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14.08.2010
 

Ägypten

Acht afrikanische Flüchtlinge beim Streit mit Schleusern erschossen

Sie hofften auf eine bessere Zukunft - und bezahlten mit dem Leben. Acht afrikanische Flüchtlinge, die über Ägypten nach Israel gelangen wollten, starben bei einer Schießerei mit ihren Schleusern. Die Menschenschmuggler hatten mehr Geld gefordert als verabredet.

Al-Arisch - Bei einem blutigen Streit mit ihren Schleusern sind in der Nacht zum Samstag acht afrikanische Flüchtlinge auf der ägyptischen Halbinsel Sinai erschossen worden. Zu der Auseinandersetzung kam es, als die Menschenschmuggler ihren "Preis" kurz vor der israelischen Grenze von 1000 Dollar (etwa 775 Euro) auf 2000 Dollar pro Kopf erhöhen wollten, berichteten Sicherheitskreise in der Provinzhauptstadt al-Arisch.

Einer der Flüchtlinge entriss einem der Schlepper die Schusswaffe. Im Anschluss daran kam es zu einer Schießerei, bei der die Afrikaner getötet wurden.

Zahlreiche Migranten aus dem südlichen Kontinent versuchen über Ägypten illegal nach Israel zu gelangen, um dort Arbeit zu finden. Dabei sind sie auf die Hilfe von ortskundigen Schleusern angewiesen, meist Beduinen, die ihnen den Weg über die Grenze nach Israel zeigen. Häufig werden diese Flüchtlinge von ägyptischen Grenzsoldaten erschossen.

luk/dpa

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