Moskau - Die Zweifel an dem noch von Wladimir Putin angestoßenen Autobahn-Projekt außerhalb von Moskau war zuletzt unüberhörbar laut geworden. Umweltschützer, Opposition, Regierungskritiker und am Ende sogar die Regierungspartei Einiges Russland sprachen sich gegen die Abholzung eines Waldes für das Mega-Vorhaben aus.
Jetzt legte der Kreml seine Pläne auf Eis und stoppte die Bauarbeiten fürs Erste. "Ich weise die Regierung an, den Bau zu unterbrechen, damit weitere Diskussionen abgehalten werden können", sagte Präsident Dmitrij Medwedew nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen am Donnerstag.
Obwohl die Regierung die Entscheidung zum Bau der Autobahn getroffen habe, seien nach Auffassung der Regierungspartei, der Opposition und von Experten "zusätzliche Analysen" erforderlich, teilte der Präsident mit. Es habe auf das Projekt eine zunehmende Resonanz gegeben. Den Sorgen und Beschwerden der Menschen müsse Rechnung getragen werden, indem Experten das Projekt erneut prüfen - unter Teilnahme der Öffentlichkeit. So lautet jedenfalls das Versprechen.
Gegner der Trasse begrüßten die Entscheidung. Sie hoffen nun, dass der Bau insgesamt gestoppt wird. Seit rund drei Jahren protestiert ein Verband von Anwohnern gegen die Konstruktion der Autobahn, die den Verkehr zwischen der Hauptstadt Moskau und St. Petersburg, der zweitgrößten Stadt des Landes, entlasten soll. Für das Straßenprojekt wollen die Behörden den Chimki-Wald in einem Vorort nördlich von Moskau abholzen.
Die Proteste gegen das umstrittene Straßenbauprojekt wurden in den vergangenen Wochen zunehmend zum Symbol für das Ringen der russischen Zivilgesellschaft mit den Behörden des Landes. Erst am Sonntag hatten sich trotz eines Verbots in Moskau rund 2000 Aktivisten versammelt, um mit einem Rockkonzert unter freiem Himmel gegen die Abholzung des Waldgebietes zu demonstrieren. Zu dem von der Umweltschutzorganisation Greenpeace organisierten Konzert mit dem ehemaligen sowjetischen Dissidenten-Rocker Juri Schewtschuk kamen auch zahlreiche Oppositionelle.
can/AFP/dpa
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Trotzdem ist es in Russland anders, die sollen das ruhig erst mal fertig machen, schließlich fehlen da nur noch ein paar Kleinigkeiten, der Straßenbelag und vielleicht noch ein paar Toiletten;o). [...] mehr...
Na als jemand der noch in Deutschland steuerpflichtig ist hoffe ich doch mal das die direkteste und damit meist kostengünstigste Strecke durchaus mit betrachtet wird. Ich würde auch Deutschland hier auch nicht als [...] mehr...
Die zusätzliche Anbindung ist durchaus sinnvoll aber nicht auf die Kosten des geschützten Waldes. In Deutschland wird auch nicht die direkteste und damit meist kostengünstigste Strecke ausgewählt. Bin sehr glücklich über diese [...] mehr...
Im Gegensatz zu Stuttgart 21 ist es aber in Moskau sogar sinnvoll mit der Autobahn den Flughafen Sherimetjewo anzubinden. Es gibt bisher zwar eine Zugverbindung zum Flughafen, jedoch verkehrt der, genau wie der gesamte Moskauer [...] mehr...
Da könnten sich die Stuttgart 21 Verantwortlichen vielleicht eine Scheibe abschneiden? mehr...
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