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27.08.2010
 

Streit um EU-Sanktionen

Iran löst Konten in Europa auf

Teheran legt im Streit um sein Atomprogramm nach: Als Reaktion auf die EU-Sanktionen leert Iran nach eigenen Angaben sämtliche eigenen Konten in Europa. Um wieviel Geld es genau geht und wann die Transaktionen stattfinden, wollte der Zentralbankchef des Landes nicht verraten.

Teheran - Wegen der EU-Sanktionen im Atomstreit mit Iran hat Teheran nach eigenen Angaben sämtliche Bankkonten in Europa aufgelöst. Die Zentralbank habe die Guthaben iranischer Banken von Konten in Europa abgezogen, sagte Zentralbankchef Mahmud Bahmani laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars vom Freitag.

Daher gebe es kein Problem mit dem Einfrieren iranischer Konten durch die Europäische Union. Bahmani nannte keine Summe und verriet auch nicht, wann genau das Geld aus Europa abgezogen wurde. "Wir werden während der Sanktionen den Bedarf unseres Volkes decken", sagte er. "Die Zentralbank hat mit dieser Situation bereits vor sechs Monaten gerechnet."

Der UN-Sicherheitsrat hatte am 9. Juni zum vierten Mal Sanktionen gegen den Iran verhängt, weil das Land nicht wie gefordert die Anreicherung von Uran einstellt. Die entsprechende UN-Resolution fordert alle Staaten auf, zu verhindern, dass iranische Banken im Ausland Geschäfte im Nuklearbereich abwickeln.

Die USA und die Europäische Union gingen mit ihren Sanktionen noch weiter und beschlossen, das iranische Bankensystem gänzlich zu blockieren und jeden Handel, jede Investition und jeden Technologietransfer im iranischen Öl- und Gassektor zu verhindern. Die iranische Führung drohte ihrerseits, Importe aus der EU einzustellen.

jok/AFP

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Die neuesten Beiträge:
12.09.2010 von glücklicher südtiroler: Iran...

Der Iran ist in Asien von mächtigen Nachbarn umgeben und ich denke mal auch die iranische Führung weis, daß unbedachte Handlungen sehr schnell zum eigenen Nachteil werden können. Hätte es selbst ein nukleares Potenzial; das der [...] mehr...

12.09.2010 von Gandhi: Haben China und Russland ein Interesse daran,

dass andere Staaten in der Region Atomwaffen besitzen? Wohl kaum. China und Russland haben ein Interesse daran, dass die Region ruhig bleibt. Das zwingt sie dazu, gegen die Interessen der anderen Seite zu arbeiten, quasi als [...] mehr...

12.09.2010 von Michael Schnarch:

Israel ist zumindest nicht auf Auslandshilfe angewiesen wie eine der renommierten Rating-Agenturen belegt.. Israel is emerging from the global recession faster than many other countries, although it's now struggling to [...] mehr...

12.09.2010 von Michael Schnarch:

Ich denke nicht, dass Russland und China, die beide seit Jahren gegen den islamistischen Terror kämpfen (die einen im Kaukasus, die anderen in Sinkiang) großes Interesse am Wohlergehen des Islamismus a la Teheran haben. [...] mehr...

12.09.2010 von glücklicher südtiroler: Iran, Sanktionen, Nachbarn...

Natürlich haben die Russen kommerzielle Interessen; was Gegenteiliges hab' ich auch nicht geschrieben... Aber nicht nur die Russen haben kommerzielle Interessen im Iran... China is now Iran's top trading partner [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

Geschichte

Sanktionen

Nahost

Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung

Länderlexikon Iran

Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 73,974 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Mahmud Ahmadinedschad

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon


Uran und Atomwaffen

Uran

Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.

Anreicherung

Einsatz in Atomwaffen





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