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30.08.2010
 

Nato-Einsatz in Afghanistan

Karzai wirft internationalen Truppen Versagen vor

Afghanistans Präsident Karzai: "Der Kampf war ineffektiv"Zur Großansicht
dpa

Afghanistans Präsident Karzai: "Der Kampf war ineffektiv"

"Der Kampf der Nato-Soldaten hat außer zivilen Opfern nichts gebracht": Afghanistans Präsident Karzai hat das Vorgehen der ausländischen Truppen in seinem Land außergewöhnlich scharf kritisiert. Er fordert eine neue Strategie für den Einsatz gegen die Taliban.

Kabul - Die Bilanz, die Afghanistans Präsident Hamid Karzai zieht, ist vernichtend: Bei einem Treffen mit Bundestagspräsident Norbert Lammert erklärte Karzai laut einer am Sonntagabend veröffentlichten Mitteilung des Präsidialbüros, der Kampf gegen die Taliban und andere Aufständische habe außer zivilen Opfern nichts gebracht. "Die Strategie bei der Bekämpfung des Terrorismus sollte überprüft werden, weil die Erfahrung der vergangenen acht Jahre zeigt, dass der Kampf in den Dörfern Afghanistans bislang ineffektiv war - abgesehen davon, dass er zivile Opfer gefordert hat", erklärte Karzai der Pressemitteilung zufolge.

Zugleich habe der afghanische Staatschef Bundestagspräsident Lammert für die deutsche Unterstützung beim Wiederaufbau seines Landes gedankt und ihn gebeten, deutsche Unternehmen zu Investitionen in Afghanistan zu ermuntern.

Neben Lammert hatte am Wochenende auch Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Afghanistan besucht. Während Guttenberg den Bundeswehrstützpunkt Masar-i-Scharif im Norden des Landes besichtigte, kam es im Osten und Süden zu schweren Gefechten. Am Montag wurde bei einem Bombenanschlag in der östlichen Provinz Nangarhar der Verwaltungschef des Bezirks Lal Pur getötet, Siad Mohammad Palawan. Ein in seinem Auto versteckter Sprengsatz explodierte, als er den Wagen auf das Gelände des Gouverneurssitzes in der Provinzhauptstadt Dschalalabad lenkte. Die Polizei vermutet, dass die Bombe nach den Plänen der Täter erst später explodieren und den Gouverneurssitz direkt treffen sollte.

Eine erneute Attacke auf die Bundeswehr in Afghanistan ereignete sich am Montag. Im Norden des Landes wurde eine deutsche Patrouille mit einem versteckten Sprengsatz angegriffen. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mitteilte, wurde kein Soldat verletzt. Ein Bundeswehrfahrzeug vom Typ Dingo sei leicht beschädigt worden. Der Angriff erfolgte demnach am Morgen (03.52 Uhr MESZ) neun Kilometer nordwestlich des Regionalen Wiederaufbauteams Kunduz.

Die Soldaten, die mit afghanischen Sicherheitskräften unterwegs waren, konnten den Einsatz demnach fortsetzen. Erst am Freitag war ein Transportpanzer vom Typ Fuchs auf dem Weg vom Flughafen in Faizabad zum dortigen Regionalen Wiederaufbauteam mit einer Handfeuerwaffe beschossen und leicht beschädigt worden. Verletzte gab es keine.

anr/DAPD/AFP

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16.12.2010 von werner thurner: Generierung von Terrorismus

Dass IHre Neocon Freunde wie Joshua Kuracev vom weekly standard da anere anscihten ahben ist mir bekannt. HIer geht es aber lediglich um die Tatsache daß laut UNICEF in modernen Kriegen auf 9 tote Zivilisten 1 toter Soldat [...] mehr...

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16.12.2010 von werner thurner:

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Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai

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Die Positionen der Parteien zum Afghanistan-Einsatz

CDU/CSU: Abzugsdatum offen lassen

REUTERS
Für die Union ist klar, dass der Einsatz der Bundeswehr fortgeführt werden soll. "Dieses Mandat ist über jeden vernünftigen völkerrechtlichen oder verfassungsrechtlichen Zweifel erhaben", erklärte CDU-Chefin Angela Merkel. Forderungen nach einem sofortigen Rückzug aus Afghanistan nannte sie "unverantwortlich".

Sie warnte vor "unabsehbaren" Folgen für die Sicherheit der Deutschen und ihrer Verbündeten; Folgen, die "weit verheerender wären" als jene der Anschläge vom 11. September 2001. Zudem würde Afghanistan "in Chaos und Anarchie versinken".

Mit Blick auf den deutschen Einsatz betont die Union, es könne "keinen zivilen Aufbau ohne eine militärische Absicherung geben". Die Union will den Afghanistan-Einsatz zeitlich nicht konkret begrenzen. "Die internationale Gemeinschaft wird ihre militärische Präsenz so lange aufrechterhalten, wie es nötig ist, nicht länger, aber auch nicht kürzer", erklärte Merkel. Es müsse mit der afghanischen Regierung eine "Übergabe in Verantwortung" geben.

SPD: Klare Abzugsperspektive

FDP: Mehr Tempo für Eigenverantwortung

Grüne: Strategiewechsel zu mehr zivilem Engagement

Linke: Soldaten raus aus Afghanistan




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