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01.09.2010
 

Terrorangst

Pakistanische Militärs mussten US-Flugzeug verlassen

Eine pakistanische Militär-Delegation ist empört: Ein Brigadier musste auf dem Flughafen von Washington die Maschine verlassen. Er wurde mit seinen Begleitern in Gewahrsam genommen. Einer der Passagiere hatte sie offenbar für Terroristen gehalten.

Washington - Eine pakistanische Militär-Delegation ist das jüngste Opfer der Terrorangst in den USA geworden: Weil sich ein Fluggast bedroht fühlte, mussten ein Brigadier und seine acht Kollegen die Maschine auf dem Washingtoner Airport verlassen. Die Delegation sagte daraufhin nach Angaben der pakistanischen Zeitung "Dawn" wutentbrannt die Teilnahme an einem wichtigen Treffen mit US-Militärs in Tampa (Florida) ab.

In der Maschine der Fluggesellschaft "United Airlines" hatte sich ein Passagier bei der Besatzung beschwert. Er empfand die Gespräche der Pakistaner als bedrohlich. Schließlich wurde die gesamte Delegation auf gefordert, die Maschine zu verlassen. Zwischen dem Brigadier und einer Stewardess hatte es zuvor einen Streit gegeben. Er werde dafür sorgen, dass "dies ihre letzte Aufgabe" an Bord sei, droht der Militär.

Die Maschine startete mit 20 Minuten Verspätung nach Tampa. Die pakistanische Delegation wurde in Gewahrsam genommen und noch auf dem Flughafen verhört. Von den Sicherheitskräften seien sie dort "wie Terroristen" behandelt worden, berichtet ein pakistanischer Diplomat - obwohl die Delegation ihre Ausweise und die Einladung zu dem Treffen mit den Militärs in Florida zeigte.

Nach zwei Stunden wurden die Pakistaner schließlich freigelassen. Die Sicherheitskräfte entschuldigten sich. Doch aus Protest über die "paranoide" Behandlung sagte die Delegation das Meeting mit den Amerikanern ab. Mitglieder des US-Verteidigungsministeriums drückten ihr Bedauern über den Vorfall aus.

Bereits im Januar dieses Jahres gab es einen ähnlichen Vorfall: Sechs pakistanische Politiker sollten auf dem Ronald-Reagan-Airport in Washington durch einen Nacktscanner kontrolliert werden. Doch die Delegation, die die verbesserten Beziehungen zwischen Pakistan und den USA durch einen Besuch in den Staaten vertiefen sollten, lehnten dies empört ab.

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insgesamt 3 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
01.09.2010 von plleus: Ach,

fertigt B.O. jetzt die domestic flights ab oder ist er Chef der Airline? mehr...

01.09.2010 von ich2010: keintitel

das kann ja mal lustig werden. paranoider amerikanischer fluggast beschwert sich über ausländisch aussehenden oder sich auf ausländisch unterhaltenden fluggast und schon wird letzterer als terrorverdächtig abgeführt. als [...] mehr...

01.09.2010 von fatherted98: Wie peinlich....

...aber genau deshalb fahre ich nicht in die USA. Solange man sogar als Bürger eines Landes dasverlässlicher Bündinspartner (NATO)ist unter die sogenannten Heimatschutzgesetzte fällt, ohne Begründung mehrere Tage festgehalten [...] mehr...

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Fakten über Pakistan

Staatsgründung

REUTERS
Pakistan entstand 1947 aus den überwiegend muslimischen Teilen von Britisch-Indien. Zunächst bestand es aus den beiden Landesteilen West- und Ostpakistan, zwischen denen mehr als 1500 Kilometer Entfernung lagen. Beiden Teilen mangelte es jedoch an einer gemeinsamen nationalen Identität. Nach einem Krieg, bei dem Indien dem Osten half, entstand 1971 als neuer Staat Bangladesch .

Kaschmir-Konflikt

Islam

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Länderlexikon Pakistan

Bevölkerung: 184,753 Mio. Einwohner

Fläche: 796.000 km²

Hauptstadt: Islamabad

Staatsoberhaupt: Asif Ali Zardari

Regierungschef: Yousuf Raza Gilani

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