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03.09.2010
 

Nahost-Friedensgespräche

Netanjahu und Abbas wollen sich regelmäßig treffen

Optimistisch: US-Außenministerin Clinton, Nahost-Gesandter Mitchell, Abbas und Netanjahu.Zur Großansicht
dpa

Optimistisch: US-Außenministerin Clinton, Nahost-Gesandter Mitchell, Abbas und Netanjahu.

Hoffnungsschimmer für den Nahen Osten: Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas haben in Washington vereinbart, sich künftig regelmäßig zu Gesprächen zu treffen.

Washington - Ein Friedensvertrag liegt noch in weiter Ferne, aber immerhin gehen die Verhandlungen darüber weiter. Bei ihrem Treffen in Washington haben Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserchef Mahmud Abbas regelmäßige weitere Treffen beschlossen. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres die Voraussetzungen für einen dauerhafte Frieden zu schaffen.

Das nächste Treffen soll am 14. und 15. September im Nahen Osten stattfinden. Ort der Gespräche wird vermutlich der ägyptische Badeort Scharm al-Scheich am Roten Meer sein. Wie bei den Beratungen am Donnerstag in Washington werden auch dann US-Außenministerin Hillary Clinton und der US-Nahost-Gesandte George Mitchell als Vermittler dabei sein. Netanjahu und Abbas wollen ihre Verhandlungen danach etwa alle zwei Wochen wieder fortsetzen. Ziel ist eine Zwei-Staaten-Lösung mit einem eigenständigen palästinensischen Staat neben Israel.

Abbas und Netanjahu gaben sich in den USA aber skeptisch, dass es ihnen in den kommenden Monaten tatsächlich gelingen wird, die zahlreichen Hindernisse hin zu einem Friedensvertrag aus dem Weg zu räumen. "Das wird nicht einfach", sagte Netanjahu. "Einen echten, dauerhaften Frieden wird es nur bei gegenseitigen und schmerzlichen Zugeständnissen beider Seiten geben." Abbas forderte Israel zu einer Aufgabe der Siedlungen im Westjordanland sowie weiteren von den Palästinensern beanspruchten Gebieten auf.

Kurz nach Beginn der Nahost-Friedensgespräche in Washington hatten in Israel Berichte über einen angeblichen neuen Anschlag militanter Palästinenser für neue Beunruhigung gesorgt. Eine israelische Armeesprecherin sagte jedoch am späten Donnerstagabend, es habe eindeutig keine neue Attacke gegeben. Ein Israeli im Westjordanland habe fälschlich über Schüsse berichtet, die er nahe der Siedlung Ofra gehört habe. Soldaten hätten bei Untersuchungen vor Ort aber keine Hinweise auf eine Gewalttat gefunden.

als/APN/dpa

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insgesamt 6 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
06.09.2010 von klaus136: bitte kein Rassismus

Die Forderungen arabischer Hoheiten in den Verhandlungen sehe ich kritisch und frage ob neben der legitimen Forderung nach einem 100% autonomen arabischen Staat um Jerusalem folgende von mir kritisch hinterfragte Forderungen [...] mehr...

06.09.2010 von klaus136: doch es macht Sinn

Nach meiner Meinung macht es eben doch Sinn, Friedensgespräche zu führen, mit Menschen (arabischen Redelsführern) die anderen Menschen (Juden) vorschreiben wollen, wo diese Menschen (Juden) leben dürfen und wo nicht. Und einen [...] mehr...

06.09.2010 von klaus136: Warum ziehen sich die Verhandlungen wohl hin?

Ein von Ihnen erstaunlicher Blödsinn, geehrter "Gandhi", wie das?! Wollen sie sagen dass in den Verhandlungen Netanjahu nur gewinnen kann und Abbas nur verlieren kann? Negativ! Netanjahu ist an die Macht gekommen [...] mehr...

04.09.2010 von G.Lange: Schlechte Aussichten für einen Frieden

Wie SPIEGEL-Online vom 02.09.2010 berichtet, laufen in den jüdischen Siedlungen im Westjordanland die Bauarbeiten auf Hochtouren. Das gesetzliches Verbot wird ignoriert und die israelische Regierung unternimmt nichts [...] mehr...

03.09.2010 von Gandhi: Eine Win-Win Situation

Wenn die Gespraeche scheiten, kann Netanjahu dies auf die unnachgiebige Haltung der PA zurueckfuehren. Shas und die weitere Rechte in Israel jubelt. Wenn die Gespraeche Erfolg haben, kann Netanjahu sich bei Labour beliebt [...] mehr...

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Knackpunkte der Nahost-Gespräche

Sicherheit

DPA
Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.

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