London - Angeblich wurde die Entscheidung schon vor einigen Monaten getroffen, jetzt hat die baskische Untergrundorganisation Eta sie in einer Videobotschaft verkündet: Die Gruppe hat eine neue Waffenruhe ausgerufen. Das berichten übereinstimmend die BBC und die baskische Zeitung "Gara" auf ihrer Website. In dem Video heißt es den Angaben zufolge, die Eta verzichte auf "bewaffnete Aktionen", um einen "demokratischen Prozess in Gang zu bringen".
Über die Dauer der Waffenruhe machte die Eta keine Angaben. Seit der Festnahme einiger ranghoher Mitglieder gilt die Organisation als geschwächt. Zuletzt hatten französische Polizisten den mutmaßlichen militärischen Anführer der Eta bei einem Großeinsatz im Südwesten des Landes festgenommen.
Die von der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestufte Eta kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Sie wird für den Tod von rund 830 Menschen verantwortlich gemacht.
Das spanische Innenministerium wollte sich zunächst nicht zu der Videobotschaft äußern. Die Regierung in Madrid hatte stets erklärt, sie werde mit der Eta nur dann verhandeln, wenn diese auf Gewalt verzichte.
Bereits im März 2006 hatte die Gruppe eine dauerhafte Waffenruhe verkündet. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat den Friedensprozess aber noch im selben Jahr für beendet erklärt, nachdem am Madrider Flughafen durch einen Eta-Anschlag zwei Menschen ums Leben gekommen waren.
hut/AFP/Reuters/dpa
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Spanien hat die Unabhängigkeit von Kosovo NICHT anerkannt. mehr...
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Wenn dem wirklich so ist, sollten wir doch froh sein! Diese kleinen Kriege in Europa führen doch zu nichts. Höchstens zu Trauer und noch mehr Gewalt. Die Zeit der Gewalt sollte in Europa vorbei sein. mehr...
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