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07.09.2010
 

Somalia

Hunderte Tote und Verletzte nach wochenlanger Gewalt

Flüchtlinge in Mogadischu: Mord und Vertreibung in einem zerstörten LandZur Großansicht
AP

Flüchtlinge in Mogadischu: Mord und Vertreibung in einem zerstörten Land

In Somalias Hauptstadt eskaliert die Gewalt: Mehr als 200 Zivilisten wurden innerhalb von zwei Wochen bei blutigen Gefechten in Mogadischu getötet. 23.000 Menschen seien vertrieben worden, berichtet die Uno. Sie spricht von einer "alarmierenden Situation".

Genf - Die Großoffensive der islamistischen Schabab-Milizen in Somalia fordert viele Opfer - mehr als 230 Zivilisten wurden allein in der Hauptstadt Mogadischu getötet. Diese Zahlen gab das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf bekannt. Demnach wurden mindestens 400 Menschen verletzt und 23.000 weitere aus ihren Häusern vertrieben. Das Flüchtlingshilfswerk sei angesichts der weiteren Verschlimmerung der Lage "alarmiert", sagte eine Sprecherin.

Bei bewaffneten Zusammenstößen und Granatwerferüberfällen starben nach diesen Angaben allein in der Nacht zum Dienstag mindestens sechs Menschen, weitere 25 wurden verletzt.

Vor der Gewalt in der somalischen Hauptstadt flohen dem UNHCR zufolge in diesem Jahr bereits 200.000 Menschen. Mittlerweile seien die Straßen in Mogadischu verwaist. Die in der Stadt verbliebenen Menschen hätten Angst, auf die Straßen zu gehen. Jene, die die Stadt verlassen wollten, versuchten, ihre letzten Habseligkeiten gegen einen Platz an Bord von Bussen einzutauschen.

Ende August hatte die radikalislamische Schabab-Miliz, die sich offen zum Terrornetzwerk al-Qaida bekennt, eine Offensive gegen die Regierungstruppen und die Soldaten der Friedensmission der Afrikanischen Union (Amisom) gestartet und dabei weitere Teile Mogadischus unter ihre Kontrolle gebracht. Seit fast zwei Jahrzehnten herrscht in Somalia Bürgerkrieg, die derzeitige Regierung des ostafrikanischen Landes hält sich nur mit Mühe an der Macht.

30 Dollar Tageslohn für die radikalen Kämpfer

Schon länger warnen Geheimdienste, dass die Schabab ihr Operationsgebiet über Somalia hinaus ausweiten könnte. Mitte Juli verübte sie einen Anschlag auf zwei Restaurants im ugandischen Kampala, über 70 Menschen starben. Seither sieht der für Afrika zuständige Abteilungsleiter im US-Außenministerium, Johnnie Carson, die gesamte Region "bis runter nach Tansania" von den Milizen bedroht.

Die kenianische Hauptstadt Nairobi wird immer mehr zum Rückzugsgebiet für Islamisten. Viele Somalis, auch aus den USA und Europa, machen auf dem Weg nach Mogadischu dort Station, um sich auf den Kampf gegen die "Ungläubigen" vorzubereiten. Einige von ihnen kommen, weil sie überzeugte Islamisten sind, andere wegen des guten Honorars: 30 Dollar verspricht die Schabab den angereisten Kämpfern pro Tag.

kgp/dpa/AFP

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08.09.2010 von JEW-T: Die alarmierende Situation ...

... besteht in Somalia, seit der letzte Präsident, Siad Barré, vertrieben wurde. Ausgenommen davon ist der Norden des Landes, Somaliland, das demokratisch regiert wird und seit über 10 Jahren friedlich ist. Dieser abgespaltene [...] mehr...

08.09.2010 von JEW-T: Die alarmierende Situation ...

... besteht in Somalia, seit der letzte Präsident, Siad Barré, vertrieben wurde. Ausgenommen davon ist der Norden des Landes, Somaliland, das demokratisch regiert wird und seit über 10 Jahren friedlich ist. Dieser abgespaltene [...] mehr...

07.09.2010 von irobot: Lorem ipsum

Tja, man könnte ohne Probleme Soldaten nach Somalia schicken, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Gäb es da nicht die Erfahrungen aus der Operation "Restore Hope". Sorry, liebe Somalier (und nicht Somalis), aber die Suppe [...] mehr...

07.09.2010 von mm01: ....

"Die Großoffensive der islamistischen Schabab-Milizen in Somalia fordert viele Opfer - mehr als 230 Zivilisten wurden allein in der Hauptstadt Mogadischu getötet." Dass wieder einmal die Anhänger der Religion des [...] mehr...

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