Moskau - Bei einem Selbstmordanschlag mutmaßlicher Islamisten auf einen belebten Markt in der russischen Stadt Wladikawkas im Nordkaukasus sind nach Angaben der Behörden mindestens 15 Menschen getötet worden. Etwa 130 weitere seien bei dem Attentat am Donnerstag verletzt worden, als eine Autobombe mit einer Sprengkraft von zehn Kilogramm TNT explodierte. Der Attentäter zündete die Bombe, als er am Haupteingang des größten Marktes der Stadt vorbeigefahren sei
Wladikawkas ist die Hauptstadt der Teilrepublik Nordossetien. Im nordossetischen Beslan hatten vor sechs Jahren Islamisten den bisher schwersten Anschlag in Russland verübt. Damals starben mehr als 330 Menschen, darunter 168 Kinder. Die Region im Konfliktgebiet Nordkaukasus galt zuletzt als vergleichsweise ruhig.
Kremlchef Dmitrij Medwedew beorderte seinen Sondergesandten für den Nordkaukasus, Alexander Chloponin, zum Anschlagsort.
Die Lage in der Region gerät trotz milliardenschwerer Investitionen und starker Präsenz von Sicherheitskräften zunehmend außer Kontrolle. In den nahen Konfliktrepubliken wie Tschetschenien und Dagestan kämpfen islamistische Separatisten gegen kremltreue Einheiten für ein unabhängiges " Kaukasus-Emirat". Mittlerweile steigt die Zahl der Terroranschläge in südrussischen Städten. Die Untergrundkämpfer hatten wiederholt angekündigt, den Terror auszuweiten.
ffr/dpa/dapd
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