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30 Minuten vor Exekution Bush verschob Hinrichtung

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat George Bush jr. hat erstmals in seiner Amtszeit als Gouverneur von Texas eine Hinrichtung ausgesetzt. Der verurteilte Mörder erfuhr weniger als dreißig Minuten vor der Exekution davon.

George Bush jr.
AP

George Bush jr.

Huntsville - Bush gewährte dem verurteilten Mörder Ricky McGinn einen Vollstreckungsaufschub von 30 Tagen. McGinns Anwälte hatten zusätzliche DNS-Tests gefordert, die ihren Mandanten vom Vorwurf des Mordes an seiner zwölf Jahre alten Stieftochter 1993 entlasten sollen.

McGinns Verteidiger Richard Alley äußerte sich erleichtert über die Aussetzung. Bush, seit fünfeinhalb Jahren Gouverneur von Texas, hatte bislang noch nie von seinem Recht Gebrauch gemacht, eine Hinrichtung für 30 Tage auszusetzen. Seit seinem Amtsantritt wurden 131 Menschen mit der Giftspritze hingerichtet. Bush lehnte dabei Gnadengesuche des Vatikans, des Außenministeriums und ausländischer Politiker ab, die ihre Staatsbürger vor dem Tod in Texas retten wollte. Er begnadigte erst einen einzigen Todeskandidaten und wandelte dessen Strafe in lebenslange Haft um. Texas führte im vergangenen Jahr mit großem Abstand die Hinrichtungsstatistik der USA an.

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