Warschau - Schwere Straßenschlachten hatten am 11. November 2011 die Stadt Warschau erschüttert. 210 Menschen - darunter 92 deutsche Linksautonome - waren festgenommen worden. Am Montag sind fünf Deutsche vom Vorwurf der Randale am polnischen Unabhängigkeitstag freigesprochen worden.
Das Warschauer Bezirksgericht habe keine ausreichenden Beweise gegen seine Mandanten gesehen, sagte der Rechtsanwalt der fünf Deutschen der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Es war das erste Urteil nach den Ausschreitungen polnischer Nationalisten und einer linken Gegendemonstration, zu der auch zahlreiche Vertreter der Antifa-Szene aus Deutschland angereist waren.
Die Demonstranten, die Polizisten angegriffen haben sollen, waren vermummt. Deshalb konnte keiner der Angeklagten auf Aufnahmen der Polizei identifiziert werden. Vor allem nationalistische Demonstranten und Mitglieder der polnischen Skinhead-Szene hatten bei den schwersten Zusammenstößen seit Jahren mehr als 40 Polizisten verletzt und zahlreiche Autos in Brand gesetzt. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen mehr als 70 Deutsche Anklage.
bos/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
das polnische gericht war klüger als die polnische polizei, die offenbar der meinung ist, sie könnte personen, die zum zeitpunkt der krawalle längst in gewahrsam sassen, für die krawalle verantwortlich machen. mehr...
Nachricht - erstmal. mehr...
Das polnische Gericht war klüger als die deutschen Demonstranten, die an diesem Tag echt nichts in Warschau zu suchen hatten und vermutlich das Gegenteil von dem erreicht haben, was sie angeblich wollten.. mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Polen | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH