Guantanamo Bay - "Einige der Länder bestreiten sogar, dass diese Personen ihre Staatsbürger sind", sagte der Jurist im Außenministerium, John Bellinger, gestern vor Journalisten. Die USA würden es begrüßen, wenn sich andere Staaten bereit erklären würden, diese Leute aufzunehmen. Laut Bellinger verlangt seine Regierung von den Heimatländern der Häftlinge eine Zusicherung, dass sie nicht gefoltert werden. Außerdem sollten potentiell gefährliche Personen an sicheren Orten untergebracht werden. Es sei aber noch ein Rätsel, wie man all diese Bedingungen unter einen Hut bringen könne.
Die USA stehen international in der Kritik, weil auf dem Stützpunkt Guantanamo Hunderte Terrorismus-Verdächtige weitgehend rechtlos jahrelang ohne Anklage festgehalten werden. Die meisten der Häftlinge stammen aus Saudi-Arabien, Afghanistan und Jemen. Am Wochenende wurden 14 saudiarabische Insassen freigelassen. Die USA haben damit bereits 310 Gefangene aus dem umstrittenen Lager entlassen und in ihre jeweiligen Heimatländer überstellt. Rund 450 Gefangene sind noch in dem Lager, in dem nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Terrorverdächtige festgehalten werden. Nach drei Selbstmorden von Häftlingen wuchs in diesem Monat der internationale Druck, das Lager zu schließen.
lan/Reuters/AP
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