09. September 2006, 20:51 Uhr

Nahost-Konflikt

Olmert bereit zu Gipfeltreffen mit Abbas

Israels Ministerpräsident Olmert will Gespräche mit den Palästinensern aufnehmen. Bei einem Treffen mit dem britischen Premier Blair kündigte Olmert an, er wolle mit Palästinenserpräsident Abbas sprechen und den Friedensplan fortführen – freilich unter Bedingungen.

Jerusalem – Er wolle "wirklichen Fortschritt" bei der Umsetzung des Nahost-Friedensplans erreichen, erklärte Olmert am Abend. Allerdings müsse die Road Map, die als Ziel die Bildung eines unabhängigen Staates Palästina vorsieht, Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Israels Regierungschef Ehud Olmert (r.) mit Tony Blair:  Keine Abkürzung im Friedensprozess
AFP

Israels Regierungschef Ehud Olmert (r.) mit Tony Blair: Keine Abkürzung im Friedensprozess

Zunächst gelte es, die militanten Palästinensergruppen zu entwaffnen. "Es kann in diesem Prozess keine Abkürzung geben", erklärte Olmert. Als weitere Bedingung nannte er die Freilassung des in den Gaza-Streifen entführten Soldaten Gilad Schalit. Es wäre das erste Gipfeltreffen von Abbas und Olmert. Wann Olmert mit Abbas zusammenkommen will, sagte er nicht. Die Freilassung des von militanten Palästinensern entführten Soldaten sei nicht Bedingung für das Treffen, sagte Olmert. Er betonte zugleich, Fortschritte im Friedensprozess könne es nur geben, wenn der Soldat freigelassen worden sei.

Olmert bekräftigte die israelische Forderung nach einer Stationierung internationaler Truppen an der Grenze des Libanons zu Syrien, um Waffenlieferungen an die radikal-islamische Hisbollah- Miliz zu verhindern. Blair sagte, wenn die UN-Resolution 1701 umgesetzt werde, sei dies ein großer Schritt hin zu Frieden in der Region.

reh/dpa/Reuters/AP


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