Damaskus/Rom - Assad und der italienische Regierungschef Romano Prodi hätten in einem Telefonat über eine "eventuelle technische Unterstützung der syrischen Grenzschützer, darunter Ausbildungsmaßnahmen" gesprochen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Samstagabend. Alle anderen Angaben seien "nicht korrekt". Prodi hatte zuvor im süditalienischen Bari gesagt, Assad habe seinen Vorschlag angenommen, einige hundert Grenzschützer aus der Europäischen Union zu entsenden, die den Waffenschmuggel Richtung Libanon verhindern sollten. Italien soll im kommenden Jahr das Kommando über die verstärkte Uno-Truppe im Libanon (Unifil) übernehmen.
Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete am Abend, Prodi und Assad hätten am Samstag noch einmal telefoniert. Dabei hätten sie über eine "technische Unterstützung" der syrischen Grenzsoldaten durch EU-Grenzschützer "ohne Waffen und ohne Uniform" gesprochen, meldete die Agentur unter Berufung auf das Umfeld Prodis. Genaueres solle in den kommenden Tagen beim Besuch einer EU-Delegation in Damaskus besprochen werden.
Auch deutsche Sicherheitskräfte sollen bei der Ausbildung der Grenzer mitwirken. Die Ausbildung könne parallel zum entsprechenden deutschen Engagement im Libanon erfolgen, sagte Uno-Generalsekretär Kofi Annan in New York.
reh/AP/AFP
© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH