27. April 2008, 11:08 Uhr

Fideler Korrespondentenempfang

Bush reißt Witze über potenzielle Nachfolger

Schenkelklopfer und Skandale: Auf dem Empfang der White-House-Korrespondenten zeigte sich US-Präsident Bush als Scherzkeks - und riss am laufenden Band Witze über seine potenziellen Nachfolger und deren Wahlkampfpannen.

Washington - Selten so gelacht: Wenn US-Präsident George W. Bush in Blödel-Laune ist, dann teilt er nach allen Seiten aus. So konnte er es sich beim Jahresempfang und -dinner der White-House-Korrespondenten nicht verkneifen, sich über seine potenziellen Nachfolger lustig zu machen.

Scherzkeks Präsident Bush: Witze über potenzielle Nachfolger
AP

Scherzkeks Präsident Bush: Witze über potenzielle Nachfolger

Erstmal bekam sein republikanischer Widersacher John McCain sein Fett weg: "Senator McCain ist nicht hier", sagte Bush am Samstag über den designierten Präsidentschaftskandidaten seiner Partei. "Er möchte sich vermutlich ein wenig von mir distanzieren. Na ja, er ist nicht der einzige. Jenny zieht auch aus." Bushs Tochter heiratet Anfang Mai.

Bei den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern spielte er auf deren größten Pannen in ihrem hitzigen Duell an: "Hillary Clinton konnte wegen Heckenschützenfeuer nicht kommen und Barack Obama ist in der Kirche."

Clinton hat sich inzwischen für ihre falsche Darstellung öffentlich entschuldigt, während des Bosnien-Kriegs als First Lady unter Beschuss von Heckenschützen gekommen zu sein. Obamas langjähriger Geistlicher ist wegen negativer Äußerungen über die USA in die öffentliche Kritik geraten - und mit ihm der Kandidat.

Gegen Ende der fidelen Veranstaltung lies es sich Bush nicht nehmen, persönlich die U.S.-Marine-Band zu dirigieren, die ein Medley aus patriotischen Märschen spielte.

Auf der Gästeliste standen neben Politgrößen wie Außenministerin Condoleezza Rice und Supreme Court-Richter Antonin Scalia auch Stars wie die Schauspieler Ben Affleck, Jennifer Garner, John Cusack, Claire Danes, das Busenwunder Pamela Anderson und der Schriftsteller Salman Rushdie.

hoc/ AP


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